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News - TecDAX
25.10.2012
Kontron-Aktie: Konzern rutscht in die roten Zahlen
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Eching (www.aktiencheck.de) - Die Kontron AG (ISIN DE0006053952/ WKN 605395) musste in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen.

Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, lag der Umsatz in den ersten drei Quartalen mit 401 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 423,5 Mio. Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde im Berichtszeitraum ein Verlust von 5,3 Mio. Euro ausgewiesen, nach einem Gewinn von 29,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Dabei belasteten Einmaleffekte aus Reorganisations- und Restrukturierungsprojekten im dritten Quartal in Höhe von 12,3 Mio. Euro das EBIT. Beim Nettoergebnis wurde in den ersten neun Monaten ein Verlust von 5,6 Mio. Euro verzeichnet, nach einem Nettogewinn von 20,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.

Mit 38,4 Mio. Euro erzielte die Kontron AG auf Basis der ersten drei Quartale 2012 einen sehr starken operativen Cash-Flow, bezogen auf das dritte Quartal wurde ein operativer Cash-Flow von 3,1 Mio. Euro erreicht - trotz der Sondereffekte aus der Umstrukturierung. Der Auftragseingang wuchs im dritten Quartal 2012 auf 141 Mio. Euro (Zweites Quartal: 126,8 Mio. Euro) und der Backlog stieg auf 371 Mio. Euro (Zweites Quartal: 362,8 Mio. Euro), was auf ein gutes viertes Quartal hindeutet. Das Volumen der Design Wins – ein Indikator für mittelfristiges Wachstum - betrug sehr gute 92 Mio. Euro (Vorjahresquartal:83 Mio. Euro).

Nach Aussage des Konzerns habe sich der weltweit führender Hersteller von Embedded Computer Technologie (ECT) wie viele andere, international tätige Technologieunternehmen, speziell auch im ECT-Markt, nicht von den Auswirkungen der internationalen Schuldenkrise und der Sparpolitik der öffentlichen Auftraggeber abkoppeln können.

Kontron geht vor diesem Hintergrund von einem Gesamtjahresumsatz in der Bandbreite von 540 bis 555 Mio. Euro aus. Kontron erwartet in dem derzeit schwierigen Marktumfeld weiterhin Druck auf die erzielbaren Margen.

Durch das Optimierungsprogramm "Shape" trägt Kontron dem veränderten Marktumfeld Rechnung. "Shape" ist sowohl auf die Schärfung des Business-Modells als auch die Optimierung von Organisation und Prozessen ausgelegt. Im Rahmen der strategischen Ausrichtung werden bestehende Produktlinien gestrafft und es ist angestrebt, überproportional in die Innovation strategischer Geschäftsfelder zu investieren.

Erste Umstrukturierungsmaßnahmen zur Kosten- und Effizienzoptimierung haben bereits begonnen und werden im Rahmen von "Shape" konsequent weitergeführt. Mit der Veräußerung der malaysischen Produktionsstätte für Standardbauteile Anfang 2012 sowie dem Verkauf der Flugzeugbauteil-Fertigung AP Parpro in Mexiko wurden bereits wichtige Schritte in der Konzentration auf das Kerngeschäft umgesetzt. Darüber hinaus ist geplant, jeweils einen Standort in Nordamerika und Europa aufzulösen und so Synergien durch die Konzentration der Aktivitäten auf größere Standorte zu nutzen. Ferner soll eine Beteiligung in Tschechien veräußert werden. Die Umstrukturierungsmaßnahmen werden im ersten Halbjahr 2013 abgeschlossen sein.

Die Aktie von Kontron verliert derzeit 1,41 Prozent auf 3,79 Euro. (25.10.2012/ac/n/t)


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