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Analysen - DAX 100
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10.10.2012
Siemens-Aktie: Konzern steht vor Start eines Sparprogramms
Frankfurter Tagesdienst
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www.optionsscheinecheck.de
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Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" setzen bei ihrer Altempfehlung, der Aktie von Siemens (ISIN DE0007236101/ WKN 723610), vorsichtshalber ein Absicherungslimit.
Die Situation des Konzerns habe sich in den letzten Wochen kritischer gezeigt. Die Rekordmargen aus dem Jahr 2011 seien ebenso wie die Auftragseingänge rückläufig. Die Konkurrenten General Electric (ISIN US3696041033/ WKN 851144) oder ABB (ISIN CH0012221716/ WKN 919730) seien zuletzt an den Münchnern vorbeigezogen. Umso wichtiger sei ein entschlossener Auftritt von Konzernchef Peter Löscher bei der "Siemens Business Conference" am Mittwoch.
Bei dem Treffen der 600 wichtigsten Manager des Elektrotechnikriesen sei die Spannung besonders hoch, da Vorstandschef Löscher das neue Sparprogramm des Konzerns vorstellen wolle. Konkrete Angaben zu Sparzielen und dem geplanten Stellenabbau seien indes nicht zu erwarten. Derlei Aussagen dürften aus börsenrechtlichen Gründen erst bei der Vorlage der Jahresbilanz am 8. November getätigt werden.
Zwecks Erreichung des Margenniveaus 2011 müsse der Konzern seine Kosten in den nächsten zwei Jahren um 4 Mrd. EUR senken. Allerdings seien voreilige Aussagen, die den Konzern als Sanierungsfall apostrophieren würden, in den Augen der Experten nichts weiter als geistige Schnellschüsse. Vielmehr sei es so, dass der Vorstand seit 2011 bei der notwendigen Steigerung der Effizienz die Zügel habe schleifen lassen. Ihrer Meinung nach dürfte entschlossenes Gegensteuern den Kurs des Anteilsscheins in den nächsten Wochen stützen.
Bei der Siemens-Aktie, ihrer Altempfehlung der Ausgabe 140/2012, setzen die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" vorsichtshalber ein Absicherungslimit bei 77,40 EUR, das sich kurz unterhalb ihres Einstandskurses von 77,85 EUR befindet. (Ausgabe 155 vom 09.10.2012) (10.10.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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