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Analysen - DAX 100
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04.11.2002
Koenig & Bauer Rücksetzer abwarten
sunday-market
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Die Analysten von "sunday-market" empfehlen derzeit bei den Aktien von Koenig&Bauer (WKN 719350) Neuengagements abzuwarten.
Die Druckmaschinenbauer würden stark unter der schwachen Konjunktur leiden. Im Branchenvergleich schlage sich Koenig & Bauer noch recht tapfer. Die Zahlen des ersten Halbjahres könnten sich durchaus sehen lassen. Zwar habe sich der Auftragsbestand um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert, der Rückgang des Gewinns vor Steuern habe "nur" 18 Prozent betragen. Für das Gesamtjahr sei Firmenchef Reinhart Siewert zuversichtlich einen Umsatz von 1,25 Milliarden Euro zu erreichen. Wie der CEO "sunday-market" im Hintergrundgespräch weiter ausführe, bleibe es auch bei dem Ziel vor Steuern 50 Millionen Euro zu verdienen.
Eine konjunkturelle Erholung sei in der Branche mittelfristig nicht absehbar. Da Siewert davon ausgehe, dass diese auch im kommenden Jahr weiter auf sich warten lasse, schätze der Vorstand für das kommende Jahr einen Rückgang der Einnahmen um ca. vier bis fünf Prozent. Auf der Personalseite habe der weltweit drittgrößte Hersteller von Drucksystemen und peripheren Anlagen konzernweit 7.520 Leute zum Halbjahr beschäftigt. In der Zwischenzeit seien Leiharbeiter abgebaut worden. Bei Fluktuation gebe es zudem keine Neueinstellungen, erläutere der CEO. Die Mitarbeiter dürften sich sodann auf etwa 7.100 reduzieren. Koenig & Bauer sei trotz Krise unter den Druckmaschinenherstellern substanzstark und vor allem bilanziell kerngesund.
Nach dem starken Kursanstieg bei Koenig & Bauer empfehlen die Analysten von "sunday-market" zunächst Rücksetzer abzuwarten und nicht mehr auf den fahrenden Zug aufzuspringen.
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