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Analysen - Ausland
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18.09.2012
NYSE Euronext-Aktie: Konzern wird von Börsenaufsicht bestraft
Frankfurter Tagesdienst
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www.optionsscheinecheck.de
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Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" sind der Meinung, dass Anleger bei der Aktie von NYSE Euronext (ISIN US6294911010Z/ WKN A0MLCE) weiter Zurückhaltung üben sollen.
Bei der NYSE Euronext sei es zu einem besonders delikaten Fall gekommen, der erstaunlich wenig Medieninteresse auf sich gezogen habe. Zum ersten Mal seit Bestehen des Unternehmens sei der Börsenbetreiber von der US-Börsenaufsicht SEC zu einer Strafzahlung verpflichtet worden.
Im Zuge von Ermittlungen, nach denen die NYSE Euronext einzelne Kunden bei der Lieferung von Finanzmarktdaten in den vergangenen Jahren bevorteilt habe, habe sich der Börsenbetreiber zur Einstellung des Verfahrens zu einer Zahlung von 5 Mio. EUR bereiterklärt. Dem Konzern sei widerrechtliches Verhalten vorgeworfen worden, weil bestimmte Kunden schneller mit den gewünschten Daten beliefert worden seien.
Wenngleich die Höhe der Strafzahlung keine Auswirkungen haben sollte, sei der Image-Schaden durchaus höher einzuschätzen. Jene Kunden, die nicht zur Gruppe der bevorzugt belieferten gehören würden, würden sich sicher ihre Gedanken machen. Zudem dürfte die SEC der NYSE Euronext zukünftig etwas genauer auf die Finger schauen. Die beiden Parteien hätten sich darauf verständigt, dass zur Kontrolle ein unabhängiger Berater eingesetzt werde.
Da das Handelsvolumen an den Märkten in den vergangenen Wochen nahezu eingeschlafen war, wird sich die Strafzahlung in den Quartalszahlen niederschlagen und die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten bei der Aktie von NYSE Euronext zur Zurückhaltung. (Ausgabe 143 vom 17.09.2012) (18.09.2012/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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