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Analysen - Ausland
18.09.2012
AXA-Aktie: hohe Abhängigkeit vom Geschäft mit Lebensversicherungen weiterhin problematisch
National-Bank AG

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Essen (www.aktiencheck.de) - Manfred Jaisfeld, Analyst der National-Bank AG, bewertet die Aktie von AXA (ISIN FR0000120628/ WKN 855705) weiterhin mit dem Votum "halten".

Seit dem Analystenkommentar der Halbjahreszahlen Anfang August habe sich der Aktienkurs des französischen Versicherungskonzerns um etwa ein Drittel erhöht. Als Grund für diesen kräftigen Anstieg würden die Analysten vor allem eine generell gefallene Risikoaversion an den Kapitalmärkten sowie insbesondere die jüngsten Äußerungen seitens der EZB ansehen.

Deren Ankündigung von Anleihekäufen am Sekundärmarkt ohne Mindestanforderungen an die Kreditqualität habe dabei besonders die Risikoposition südeuropäischer Versicherer klar verbessert. Mit Blick auf AXA seien hier vor allem die Bestände italienischer und spanischer Staatsanleihen relevant, die per 30. Juni 2012 mit einem Fair Value von zusammen knapp 21 Mrd. Euro in der Bilanz gestanden hätten. Die Bestände in portugiesischen und irischen Staatspapieren hätten sich dagegen lediglich auf zusammen rund 1,5 Mrd. Euro belaufen, während das Exposure in Griechenland bereits auf Null zurückgefahren worden sei.

Die Analysten würden insbesondere die im Branchenvergleich hohe Abhängigkeit vom Geschäft mit Lebensversicherungen angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase weiterhin als problematisch für das künftige Ertragspotenzial des französischen Versicherungskonzerns ansehen.

Infolge der jüngsten Entspannung auf Seiten der Risikoeinschätzung wichtiger Aktiva sowie der relativ günstigen Bewertungsrelationen würden die Analysten jedoch den von ihnen als fair erachteten Wert der Aktie anheben und ihr Kursziel für AXA von bislang 11,00 Euro auf 12,50 Euro erhöhen.

Die Analysten der National-Bank AG stufen die AXA-Aktie nach wie vor mit dem Rating "halten" ein. (Analyse vom 18.09.2012) (18.09.2012/ac/a/a)

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