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18.09.2012
EADS-Aktie: Konzern laut Medienbericht zu weiteren Zugeständnissen für Fusion mit BAE Systems bereit
aktiencheck.de

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Leiden (www.aktiencheck.de) - Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS N.V. (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) macht einem Medienbericht zufolge weitere Zugeständnisse, um eine Fusion mit dem britischen Rüstungskonzern BAE Systems plc (ISIN GB0002634946/ WKN 866131) zu ermöglichen.

Nach Informationen des "Handelsblatts" (Dienstag) sollen neben den Airbus-Beschäftigten nun auch die fast 20.000 Mitarbeiter der deutschen EADS-Rüstungssparten eine Jobgarantie bekommen. Konzernchef Tom Enders wolle diese Garantie jedoch nur bis zum Jahr 2014 aussprechen. Die Beschäftigten der boomenden Zivilsparte Airbus seien hingegen bis 2020 vertraglich geschützt. In EADS-Kreisen verweist man laut dem Bericht auf die gekürzten Beschaffungsprogramme der Bundeswehr bei Projekten wie dem Raketenabwehrsystem MEADS, dem Kampfhubschrauber Tiger oder dem Eurofighter. Diese machten weitergehende Zugeständnisse schwierig.

In die Gespräche in Berlin hat sich nun auch die bayerische Staatsregierung eingeschaltet. Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) beurteilt den geplanten Zusammenschluss "als Chance, dass sich beide Unternehmen für den globalen Wettbewerb besser aufstellen können." Zugleich warnt Zeil aber vor möglichen negativen Folgen für die bayerischen Standorte. "Ich werde daher die Fusionsgespräche sehr aufmerksam verfolgen und mich dafür einsetzen, dass die bayerischen Standortinteressen gewahrt bleiben", sagte Zeil dem "Handelsblatt". Bayern ist mit 15.000 Arbeitsplätzen der größte Standort der EADS in Deutschland.

Die Aktie von EADS notiert derzeit mit einem Minus von 0,60 Prozent bei 25,72 Euro. (18.09.2012/ac/n/d)


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