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Analysen - Marktberichte
14.09.2012
Österreich: Alles läuft zugunsten von Aktien
Erste Group Research

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Wien (www.aktiencheck.de) - Alles läuft zugunsten von Aktien, die breite Masse ist (noch) nicht investiert, so die Analysten von Erste Group Research.

Man könne sich in der letzten Woche als Aktionär nicht beschweren. Nach dem Anleiheaufkaufprogramm der EZB in der letzten Woche, dem positiven Entscheid der deutschen Verfassungsrichter betreffend des ESM habe nun auch noch die US-FED ein weiteres Anleihekaufprogramm bekannt gegeben und gleichzeitig den Zeitraum der extrem niedrigen US-Leitzinsen bis Mitte 2015 zugesichert. Langsam sollte man sich als Anleger somit mit niedrig verzinsten Staatsanleihen deutlich unwohler fühlen als mit Aktien mit Sachwertecharakter. Die Performance sei ebenso eindeutig - der ATX (ISIN AT0000999982/ WKN 969191) habe in dieser Woche um 1,6% zugelegt und liege im Jahr 2012 bis dato bei +13%, die starke Performance am heutigen Freitag noch gar nicht eingerechnet. Beim DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) stünden inkl. Dividenden sogar 24% im Jahr 2012 zu Buche.

Unternehmensnews habe es diese Woche kaum nennenswerte gegeben - einzig am heutigen Freitag sei es zu einem Pflichtangebot an die Streubesitzaktionäre der BWT (ISIN AT0000737705/ WKN 884042) zu EUR 16 gekommen, welches wohl nicht dazu führen werde, dass die Mehrheit dies auch annehmen werde.

Bei Zumtobel (ISIN AT0000837307/ WKN A0JLPR) hätten die Analysten diese Woche in einer neuen Analyse das Kursziel auf EUR 10 reduziert, gleichzeitig aber auch die Empfehlung auf "akkumulieren" erhöht. Restlos überzeugt seien die Analysten von der Aktie nicht, aber für einen Kursanstieg um rund 10% nach der erfolgreichen Bodenbildung dürfte der Wert gut sein.

Beim Flughafen Wien (ISIN AT0000911805/ WKN 884216) hätten die Analysten andererseits die Empfehlung auf "halten" reduziert, einzig und allein allerdings nach der starken Kursperformance nach der positiven Empfehlung der Analysten.

In der nächsten Woche stünden keine wesentlichen Quartalsergebnisse auf dem Programm. Die positiven Nachwirkungen der Anleiheaufkaufprogramme sollten allerdings nachwirken. Die Analysten würden daher denken, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass sich die positive Kursentwicklung - trotz weiterhin schwacher Wirtschaftsdaten - fortsetzen werde. Der ATX habe gemäß den Bewertungsmodellen der Analysten eine ca. 25 bis 40%ige theoretische Unterbewertung, die entweder durch Kursanstiege oder weitere negative Gewinnrevisionen abgebaut werden könne.

Derzeit sehe es so aus, dass es weitere mäßige negative Gewinnrevisionen geben könnte, allerdings sei der Weg zu einer Bewertung annähernd im Schnitt der historischen Entwicklung noch ein weiter.

Die Risikoaversion dürfte sich Stück für Stück weiter reduzieren. Banken, Industrie- und Immobilienwerte würden wohl am meisten von den Notenbankprogrammen profitieren – die Analysten hätten (unter anderem) Kaufempfehlungen für RHI (ISIN AT0000676903/ WKN 874182), voestalpine (ISIN AT0000937503/ WKN 897200), OMV (ISIN AT0000743059/ WKN 874341), Raiffeisen Bank Int. (ISIN AT0000606306/ WKN A0D9SU), Lenzing (ISIN AT0000644505/ WKN 852927), IMMOFINANZ (ISIN AT0000809058/ WKN 911064), Vienna Insurance Group (ISIN AT0000908504/ WKN A0ET17), AT&S (ISIN AT0000969985/ WKN 922230) und CA Immobilien Anlagen (ISIN AT0000641352/ WKN 876520). Sie würden alle weiter kaufenswert unter den aktuellen Entwicklungen sehen - die breite Masse sei definitiv noch nicht auf den Aktienzug aufgesprungen, es sei also sicher noch nicht zu spät für Neuinvestitionen. (14.09.2012/ac/a/m)


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