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Analysen - Ausland
12.09.2012
BP-Aktie: Konzern plant Verkauf von Ölfeldern
Frankfurter Tagesdienst

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Detmold (www.aktiencheck.de) - Für die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" drängt sich ein Einstieg bei der Aktie von BP (ISIN GB0007980591/ WKN 850517) vorerst noch nicht auf.

Der britische Ölkonzern beabsichtige, einen Teil seiner Ölfelder im Golf von Mexiko für rund 7 Mrd. USD zu verkaufen. Absicht sei dabei die Aufstockung des finanziellen Polsters im Hinblick auf anstehende Schadenersatzforderungen aus der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Der Prozess wegen der Explosion der BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" vor zwei Jahren beginne in vier Monaten. Das US-Justizministerium werfe BP grobe Fahrlässigkeit und mutwilliges Fehlverhalten vor.

Sollte das zuständige Gericht der US-Regierung in allen Punkten zustimmen, würden sich die Briten Schadenersatzzahlungen in Höhe von 21 Mrd. USD ausgesetzt sehen. Laut eigener Angaben habe der Konzern bisher Rückstellungen von 38 Mrd. USD gebildet. Zudem habe BP bereits eine Schadenersatzzahlung von 7,8 Mrd. USD an Privatleute geleistet, um eine Sammelklage vor einem US-Gericht abzuwenden.

Der seit Mai herrschende Aufwärtstrend des Anteilsscheins sei angesichts dieses Hintergrunds gebrochen. Erst wenn der Kurs die Marke von 455 GBp überschreite, ergiet sich auf Basis der Markttechnik ein Einstiegssignal. Aktuell notiere das Papier bei 5,49 EUR.

Damit drängt sich trotz der fundamental günstigen Bewertung nach Einschätzung der Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" vorerst noch kein Einstieg bei der BP-Aktie auf. (Ausgabe 140 vom 11.09.2012) (12.09.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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