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Analysen - Ausland
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05.09.2012
Ahold-Aktie: Unternehmen will sich von ICA trennen
National-Bank AG
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www.optionsscheinecheck.de
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Essen (www.aktiencheck.de) - Manfred Jaisfeld, Analyst der National-Bank AG, stuft die Aktie von Ahold (ISIN NL0000331817/ WKN 851287) nach wie vor mit "kaufen" ein.
Der niederländische Handelskonzern wolle sich von seiner 60%-Beteiligung an der schwedischen Supermarktkette ICA trennen. Hierzu würden derzeit verschiedene Optionen geprüft, zu denen auch ein Börsengang der Beteiligung gehöre. ICA betreibe insgesamt 2.215 Läden und habe 2011 Nettoumsätze von umgerechnet etwa 11,5 Mrd. Euro sowie einen Nettogewinn von rund 170 Mio. Euro erzielt. Da Ahold ICA trotz der Mehrheitsbeteiligung nur im Konsens mit dem zweiten Anteilseigner Hakon Invest kontrollieren könne, stehe die Kette nicht vollständig sondern nur anteilig nach der Equity-Methode konsolidiert in der Ahold-Bilanz.
Ahold habe sich zuletzt ehrgeizige Wachstumsziele auferlegt, die die Niederländer sowohl organisch als auch durch Zukäufe erfüllen wollten. Da dies einerseits über Einheiten erfolgen solle, die von Ahold kontrolliert würden, und andererseits der Schwerpunkt der Expansion auf an die Kernmärkte angrenzende Regionen (z. B. Belgien) gelegt werde, würden die Analysten die geplante Veräußerung des ICA-Anteils für einen logischen Schritt halten.
Die Analysten der National-Bank AG sehen unverändert den hohen Geschäftsanteil Aholds in den USA mit rund zwei Dritteln des Konzernumsatzes sowie die starke Marktposition in den abgedeckten Regionen in der aktuellen Marktsituation als klaren Vorteil für Ahold an und bestätigen mit Blick auf den geplanten strategischen Umbau ihre Einstufung "kaufen" für die Aktie. Das Kursziel sehe man bei 12,00 Euro. (Analyse vom 05.09.2012) (05.09.2012/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen halten an dem analysierten Unternehmen eine Beteiligung in Höhe von mindestens 1 Prozent des Grundkapitals. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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