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News - Marktberichte
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05.09.2012
Börsen in BRIC: Indizes notieren einheitlich in der Verlustzone
aktiencheck.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Sao Paulo (www.aktiencheck.de) - Nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA und mehrheitlich nachgebenden Kursnotierungen an den US-Börsen hat auch der DAXglobal BRIC Index (ISIN DE000A0C4CK9/ WKN A0C4CK) im bisherigen Mittwochhandel einen schweren Stand. Der Auswahlindex, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, verschlechtert sich aktuell um 0,70 Prozent auf 373,58 Punkte.
Deutlich unter Druck standen am Dienstag nach den Vortagesgewinnen die Börsen in Brasilien. Der Leitindex Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) baute im Handelsverlauf seine Verluste immer weiter aus und verabschiedete sich zuletzt mit einem Minus von 1,83 Prozent auf 56.233,90 Stellen annähernd auf Tagestief aus dem Handel. Vale gaben vor dem Hintergrund fallender Eisenerzpreise überproportional um 2,9 Prozent nach, während sich Petrobras mit einem Verlust von 1,2 Prozent noch vergleichsweise gut behaupten konnten. Banco do Brasil verloren sogar nur 0,5 Prozent an Wert.
An den chinesischen Aktienmärkten gewannen auch am Mittwoch wieder die Verkäufer die Oberhand. Dabei wurde die Stimmung der Anleger auch durch negative Konjunkturdaten belastet. So ist der von HSBC ermittelte Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im August gesunken. Der Shanghai Composite fiel um 0,29 Prozent auf 2.037,68 Punkte. Noch deutlich schlechter lief es in Hongkong für den Hang Seng (ISIN HK0000004322/ WKN 145733), der sogar um 1,47 Prozent auf 19.145,07 Zähler nachgab. Damit rückt die psychologisch wichtige Marke von 20.000 Stellen in weite Ferne. Auf dem Verkaufszettel der Investoren fanden sich dabei u.a. auch Banktitel wieder. So verloren Bank of China, CCB, ICBC und HSBC zwischen 1,4 und 2,2 Prozent an Wert. Relativ gut verbunden waren unterdessen die Anteilseigner des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile. So verschlechterte sich ihr Wert lediglich um 0,4 Prozent. Aktien des Computerkonzerns Lenovo (ISIN HK0992009065/ WKN 894983) brachen um 7,6 Prozent ein, nachdem das Unternehmen schon am Dienstag bekannt gab, dass man dem japanischen Elektronikkonzern NEC (ISIN JP3733000008/ WKN 853675) gewährt hat, seine Anteile an Lenovo früher als vereinbart zu veräußern. Beide Seiten hatten im Januar 2011 ein Abkommen geschlossen, nach dem NEC insgesamt 281.129.381 Lenovo-Aktien zugeteilt wurden. Die Haltefrist für die Anteile lief zwei Jahre nach Abschluss der Transaktion (31. Juli 2011). Damit hätte NEC die Aktien frühestens Mitte 2013 verkaufen können. Unter Berücksichtigung aller relevanter Faktoren, darunter die Geschäftsbeziehung bzw. die laufende Kooperation mit NEC sowie der Finanzierungsbedarf von NEC, hat sich Lenovo jedoch entschieden, den Japanern einen Verkauf ihrer gesamten Beteiligung bereits zum jetzigen Zeitpunkt zu ermöglichen.
Unter Druck stehen heute auch die Aktienmärkte in Russland. So geht es für den Leitindex RTS zur Stunde um 1,16 Prozent auf 1.389,34 Zähler nach unten. Gazprom verbilligen sich um 1,8 Prozent, während sich gleichzeitig LukOil lediglich um 0,2 Prozent verschlechtern. Die Anteilsscheine der Sberbank verlieren schließlich 0,9 Prozent an Wert.
In Indien dominiert im heutigen Handel ebenfalls die Farbe rot. Der Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199/ WKN 969819) gibt derzeit um 0,66 Prozent auf 17.325,57 Punkte nach. Die Gewinnerliste im SENSEX wird dabei von den Aktien des Mobilfunkanbieters Bharti Airtel mit einem Zugewinn von 3 Prozent angeführt. Daneben stehen auch Hindustan Unilever mit einem Aufschlag von 1,8 Prozent hoch im Kurs. Gleichzeitig stehen Stahlwerte unter Druck. So verbilligen sich Jindal Steel und Tata Steel um 3,6 bzw. 3,4 Prozent. Am schlechtesten läuft es aber für BHEL mit einem Abschlag von 4,4 Prozent. (05.09.2012/ac/n/m)
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