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News - Ausland
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29.10.2002
Qwest Sonderabschreibungen
de.internet
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www.optionsscheinecheck.de
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Die US-Telefonkonzern Qwest Communications (WKN 907671) wird 40,8 Milliarden Dollar Sonderabschreibungen auf Beteiligungen und sein Glasfasernetz durchführen, berichten die Experten von "de.internet".
Rückwirkend zum 1. Januar 2002 sei eine Wertberichtigung von 24 Milliarden Dollar erfolgt, eine weitere Abschreibung von sechs Milliarden Dollar solle noch für dieses Jahr erfolgen. Auf die Infrastruktur werde ein Wertverlust von insgesamt 10,8 Milliarden Dollar berechnet, habe Qwest gestern in Denver (Colorado) bekannt gegeben. Nach neuen Buchführungsregeln müssten Unternehmen in den USA die Differenz zwischen Kaufpreis und dem gegenwärtigen Wert ihrer Unternehmenswerte sofort abschreiben, statt wie früher gestreckt auf bis zu 40 Jahre.
Gegen das Unternehmen laufe weiterhin eine Untersuchung der Securities and Exchange Commission (SEC) wegen Bilanzmanipulation, auch das würde das Justizministerium ermitteln. Die Telefongesellschaft habe dabei bereits Bilanzmanipulationen in Höhe von 950 Million Dollar eingeräumt. Der Umsatz sei entstanden, indem das Unternehmen in den Jahren 2001 und 2000 Kapazitäten seines Glasfasernetzwerks im Tauschhandel an andere Carrier verkauft und fast gleichzeitig zurückgekauft habe. Ein weiterer Betrag von 531 Million Dollar, der auf ähnlichem Wege generiert worden sei, müsse wahrscheinlich ebenfalls ausgebucht werden, Bilanzprüfer sei Arthur Andersen gewesen.
Nach Berichten der New York Times hätten leitende Manager zudem beim Verkauf von Aktien des Unternehmens in der Zeit von 1999 bis 2001 ca. 500 Millionen Dollar verdient, die Kurse beruhten dabei auf den manipulierten Geschäftszahlen.
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