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Analysen - DAX 100
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03.09.2012
RHÖN-KLINIKUM-Aktie: kein zweites Übernahmeangebot von Fresenius
Bankhaus Lampe
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www.optionsscheinecheck.de
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Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Theresa Dick, Analystin vom Bankhaus Lampe, stuft die RHÖN-KLINIKUM-Aktie (ISIN DE0007042301/ WKN 704230) weiterhin mit "kaufen" ein.
Heute habe Fresenius (ISIN DE0005785604/ WKN 578560) der RHÖN-KLINIKUM AG bekannt gegeben, bis auf Weiteres kein zweites Übernahmeangebot für RHÖN-KLINIKUM einzureichen. Fresenius Vorstand und Aufsichtsrat seien am Wochenende gemeinsam zu der Entscheidung gekommen. Eine stabile Führung des Unternehmens in RHÖN-KLINIKUMs jetziger Konstellation, mit den involvierten Konkurrenten und weniger als 90% von RHÖN-KLINIKUM-Stammkapital würde sich aus Fresenius Sicht nicht etablieren lassen.
Bis zum Wochenende hätten RHÖN-KLINIKUM und Fresenius an verschiedenen Optionen gearbeitet, die einen Zusammenschluss von Fresenius Tochter Helios und RHÖN-KLINIKUM in einem zweiten Übernahmeangebot mit einer Annahmequote von 50% plus 1 Aktie ermöglichen sollten. Dafür sollte RHÖN-KLINIKUMs Aufsichtsrat zugunsten einer Aufsichtsratbesetzung durch Fresenius zurücktreten. Am Freitagnachmittag habe Asklepios angekündigt, beim Kartellamt einen Antrag zur Aufstockung von RHÖN-KLINIKUM-Anteilen eingereicht zu haben, und habe damit Fresenius Plänen ein Ende gemacht. Damit sei die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass Asklepios sich eine Sperrminorität habe sichern wollen, um auch ein zweites Übernahmeangebot zu blockieren.
RHÖN-KLINIKUMs Aufsichtrat habe seine Enttäuschung über den geplatzten Zusammenschluss mit Fresenius geäußert, da sie von den viel versprechenden Synergien, die sich aus einem Zusammenschluss beider Unternehmen ergeben hätten, überzeugt gewesen seien.
Aufgrund des gescheiterten ersten Übernahmeversuchs und der Q2-Zahlen hätten die Analysten bereits ihre Schätzungen angepasst und Adjustierungen im Bereich der Personalkosten und Beratungskosten getätigt. Wegen des Nichtzustandekommens eines zweiten Übernahmeversuchs, adjustiere man das letzte Kursziel um die 30%-Prämie, die die Analysten erwartet hätten. Man erwarte Beratungskosten im niedrigen einstelligen Millionenbereich in Q3, die den fairen Wert je Aktie jedoch nicht beeinflussen würden. RHÖN-KLINIKUM dürfte sich nun wieder dem Tagesgeschehen widmen und insbesondere an der Personalkostenkontrolle arbeiten. Es sei davon auszugehen, dass RHÖN-KLINIKUM auch weiterhin an der Konsolidierung des Klinikenmarktes teilnehmen werde.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe empfehlen die RHÖN-KLINIKUM-Aktie mit einem von 22,50 auf 17 EUR gesenkten Kursziel zu kaufen. Sie würden den Kurssturz heute Morgen für eine Überreaktion des Kapitalmarktes halten und denken, dass die RHÖN-KLINIKUM-Aktie sich bei ihrem fairen Wert je Aktie einordnen werde. (Analyse vom 03.09.2012) (03.09.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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