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News - Nebenwerte
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29.08.2012
Q-Cells-Aktie: Gläubiger stimmen Verkauf an Hanwha zu
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Thalheim (www.aktiencheck.de) - Die insolvente Q-Cells SE (ISIN DE0005558662/ WKN 555866) gab am Mittwoch bekannt, dass ihre Gläubiger auf ihrer heutigen Versammlung in Dessau-Roßlau dem Verkauf des Geschäftsbetriebs an den südkoreanischen Mischkonzern Hanwha mit großer Mehrheit zugestimmt haben. Insolvenzverwalter Henning Schorisch hatte den Vertrag am vergangenen Sonntag unterzeichnet.
Den Angaben zufolge übernimmt die Hanwha Gruppe im Rahmen einer übertragenden Sanierung rund 1.250 der rund 1.550 Mitarbeiter sowie den weitaus größten Teil der gesamten Q-Cells Gruppe: in Deutschland den Standort in Bitterfeld-Wolfen mit Forschung, Entwicklung und Produktion von Solarzellen und -modulen sowie den Verwaltungsstandort Berlin; im Ausland den Produktionsstandort in Malaysia mit unverändert rund 500 Mitarbeitern sowie einige der internationalen Vertriebsgesellschaften. Ein Abbau von Arbeitsplätzen im Zuge der Integration wird überwiegend in der Verwaltung von Q-Cells erfolgen, da zahlreiche Dopplungen mit der Organisation der Hanwha Gruppe bestehen.
Der Kaufpreis setzt sich aus der Übernahme von betriebsbezogenen Verbindlichkeiten in niedriger dreistelliger Millionenhöhe sowie einem Bar-Kaufpreis in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe zusammen, wobei der Bar-Kaufpreis abhängig ist vom Umfang noch weiter zu übernehmender Verbindlichkeiten. Der Kaufvertrag steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Die Transaktion wurde von Deloitte & Touche Corporate Finance GmbH als exklusivem M&A-Berater des Insolvenzverwalters und der Gesellschaft betreut.
Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass die Q-Cells-Aktionäre aus den Erlösen des M&A-Prozesses weder Ausschüttungen noch sonstige, nennenswerte Vermögensvorteile erhalten werden.
Mit der Übernahme von Q-Cells plant Hanwha, seine Position als eines der weltweit führenden Unternehmen der Photovoltaik-Branche auszubauen. Hanwha gehört zu den größten südkoreanischen Konzernen mit einem Umsatz von 31,6 Mrd. US-Dollar (2011). Das Unternehmen ist u.a. in den Branchen Chemie, Versicherungen, Banken, Maschinenbau, Pharma und Bau tätig und beispielsweise mit der chinesischen Tochter Hanwha SolarOne bereits in der Photovoltaik engagiert.
Wie weiter mitgeteilt wurde, hat Schorisch bereits die Gespräche mit dem Betriebsrat zum Abschluss eines Interessenausgleichs und eines Sozialplans wegen der erforderlichen Personalanpassungsmaßnahmen begonnen. Der Insolvenzverwalter hat zudem Mittel in Aussicht gestellt, um eine Transfergesellschaft einzurichten. Dort können die betroffenen Beschäftigten Weiterbildungsangebote in Anspruch nehmen und werden bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen unterstützt.
Die Aktie von Q-Cells notiert aktuell mit einem Minus von 26,97 Prozent bei 0,11 Euro. (29.08.2012/ac/n/nw)
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