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Analysen - DAX 100
29.08.2012
Douglas Holding-Aktie: Kursexplosion
Frankfurter Tagesdienst

www.optionsscheinecheck.de

Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" ziehen bei der Aktie von Douglas Holding (ISIN DE0006099005/ WKN 609900) ein Stopp-Loss-Limit ein.

Das Papier hätten die Experten in ihrer Ausgabe 125/2012 zum Kauf empfohlen, wobei das Interesse des Finanzinvestors Advent an einer Übernahme als Aufhänger gegolten habe. Wer dem Rat gefolgt sei, habe innerhalb weniger Tage eine Rendite von mehr als 10% realisieren können. Die Anzeichen, dass es zu einer Übernahme komme, würden sich verdichten und der Kurs sei explodiert.

Noch sei nichts endgültig entschieden, doch es sehe danach aus, dass es Advent gelungen sei, die unterschiedlichen Interessenslagen der Großaktionäre zusammenzuführen und eine Einigung auf den Weg zu bringen. Um erfolgreich zu sein, müsse Advent sowohl den mit knapp 11% an Douglas beteiligten Erwin Müller als auch die Oetker-Gruppe, die rund 26% der Aktien halte, zu einem Verkauf ihrer Anteile bewegen. Die "Financial Times Deutschland" wolle in Erfahrung gebracht haben, dass sich die drei Parteien geeinigt hätten und es schon Anfang der kommenden Woche zu einem formellen Übernahmeangebot kommen könnte. Die Offerte solle sich demnach in einer Größenordnung von 38 bis 40 EUR je Aktie bewegen. Advent würde Douglas damit einen Unternehmenswert von 1,5 bis 1,6 Mrd. EUR beimessen.

Die Marktteilnehmer würden auf die Spekulation aufspringen, die Aktie aber mit einem kleinen Sicherheitsanschlag zu der gehandelten Spanne taxieren. Aktuell koste eine Douglas-Aktie knapp 37 EUR‚ was einem satten Aufschlag von 9 % gegenüber dem Schlusskurs vom 27.08. entspreche.

Die Überlegungen der Gründerfamilie Kreke, Douglas aufzukaufen und anschließend von der Börse zu nehmen und in Einzelteile aufzuspalten, dürften sich damit erledigt haben. Um diese Idee in die Tat umzusetzen, hätte es der Zustimmung seitens Erwin Müllers bedurft, der die Pläne nicht habe mittragen wollen. Müller werde sein Aktienpaket nun aller Voraussicht nach zu einem vertretbaren Preis an Advent weiterreichen.

Welche Pläne der Finanzinvestor verfolge, werde sich in den kommenden Monaten zeigen. Für die Aktionäre ergebe sich aktuell kein dringender Handlungsbedarf. Wem die Gemengelage zu unsicher sei, der könne den Kursanstieg nutzen, um vorzeitig Kasse zu machen und das Risiko eines Scheiterns der Gespräche auszuschalten. Im Falle, dass Advent tatsächlich bereit sei, zwischen 38 und 40 EUR je Aktie zu bezahlen, werde die Aktie zügig in diese Regionen vorstoßen.

Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" gehen das Risiko ein, bleiben bei der Aktie von Douglas Holding zunächst an Bord und ziehen zur Absicherung des Zwischengewinns ein Stop-Loss-Limit bei 34,80 EUR ein. (Ausgabe 132 vom 28.08.2012) (29.08.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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