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Analysen - Ausland
28.10.2002
Siebel Systems halten
sunday-market

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Die Analysten von "sunday-market" empfehlen erneut die Aktien von Siebel Systems (WKN 901645) zu halten.

Die Ausgaben für CRM-Software seien rückläufig. Im vergangenen Jahr seien mit 3,7 Milliarden Dollar acht Prozent weniger in diesen Bereich investiert worden als noch ein Jahr zuvor. Für dieses Jahr sei allenfalls mit Investitionen auf Vorjahresniveau zu rechnen. Hinzu komme, dass die Konkurrenz mächtig aufgeholt habe. Komplettanbieter wie SAP, Oracle oder PeopleSoft hätten den CRM-Markt für sich entdeckt und würden Siebel Systems Marktanteile abgraben. Viele Kunden würden es vorziehen, mehrere Softwarekomponenten direkt von einem Komplettanbieter zu beziehen.

Die Ergebnisse des abgelaufenen dritten Quartals würden die Probleme von Siebel Systems deutlich machen. Erstmals seit vier Jahren habe man einen Quartalsverlust in Höhe von 92,1 Millionen Dollar ausweisen müssen. Der Umsatz sei um 18 Prozent auf 357 Millionen Dollar zurückgegangen, bei den Lizenzeinnahmen habe man gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar mehr als ein Drittel eingebüßt. Problematisch würden auch die hohen Ausgaben für Mitarbeiteroptionen erscheinen. Bereits im letzten Jahr hätte man statt eines Nettogewinns von 255 Millionen Dollar einen Verlust von 467 Millionen Dollar ausweisen müssen, würden Mitarbeiteroptionen als Kosten ausgewiesen.

Siebel Systems ist nach Meinung der Analysten von "sunday-market" angesichts der offenkundigen Probleme derzeit nicht mehr als eine Halteposition. Der Stoppkurs sollte bei 6,50 Euro platziert werden.


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