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14.08.2012
Gigaset-Aktie: Pläne zur Neuausrichtung und weiteren Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit angekündigt
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München (www.aktiencheck.de) - Der Telefonhersteller Gigaset AG (ISIN DE0005156004/ WKN 515600) hat am Dienstag Einzelheiten zu dem bereits bei der Vorlage der Geschäftszahlen zum zweiten Quartal am 8., August angekündigten Kosten- und Effizienzprogramm bekannt gegeben und den Mitarbeitern sowie Arbeitnehmervertretern vorgestellt. Neben tiefgreifenden Änderungen in der Konzernstruktur sehen die Maßnahmenpakete auch den Abbau von mehreren hundert Arbeitsplätzen vor.

Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, will sich das Unternehmen organisatorisch in drei unternehmerisch agierende Geschäftsbereiche aufstellen. Das Effizienzprogramm beinhaltet neben der Kürzung von Sach- und Dienstleistungskosten auch die geplante Reduktion der Personalstärke von knapp 1.700 auf ca. 1.350 Stellen. Der Abbau soll verantwortungsbewußt erfolgen. Erste Effekte aus dem Kosten- und Effizienzprogramm werden bereits in 2013 erwartet.

Gigaset beabsichtigt mit der Schaffung von drei Geschäftsbereichen (Business Units), die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere im Kerngeschäft Consumer Products (Schnurlostelefone) zu verbessern. Zudem sollen verstärkt Ressourcen in die neuen Wachstumsfelder Geschäftskunden und Heimvernetzung investiert werden. Alle neuen Geschäftsbereiche werden künftig weitgehend selbstständig unternehmerisch tätig sein und so die nötige Handlungsfreiheit erhalten, in ihren jeweiligen Märkten erfolgreich zu agieren. Die drei Geschäftsbereiche sollen ab dem kommenden Jahr Teil eines neu zu schaffenden Produktzentrums in Düsseldorf werden, wo sie von der Nähe zum Produktionsstandort Bocholt profitieren. Gigaset verspricht sich eigenen Angaben zufolge erhebliche Effizienzeffekte durch die optimierte geografische Aufstellung der Bereiche.

Im Rahmen des Kosten- und Effizienzprogramms sollen laut Plan etwa 75 Stellen am Standort München entfallen und ungefähr 270 Arbeitsplätze im Werk in Bocholt. Circa 30 Positionen sollen im Ausland gestrichen werden. Bei den Sachkosten will das Unternehmen unter anderem bei Werbung, Transport- und Bürokosten einsparen, die damit etwa 30 Prozent am Sparziel von jährlich mindestens 30 Mio. Euro beitragen. Außerdem soll die Zahl der Vertriebsregionen im internationalen Geschäft von sechs auf drei zusammengefasst werden.

Mit dem Effizienzprogramm und der geplanten Neuorganisation reagiert Gigaset auf die sich rasant ändernden Marktbedingungen und den Ergebnisrückgang im Kerngeschäft Schnurlostelefone. Die anhaltende Krise im Euroraum und die dadurch zunehmende Kaufzurückhaltung setzen den Markt stark unter Druck. Das Unternehmen spürt zudem die Auswirkungen des nach wie vor schwachen Euro, der die Materialbeschaffung verteuert.

Die Aktie von Gigaset gewinnt derzeit 0,09 Prozent auf 1,39 Euro.
(14.08.2012/ac/n/t)


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