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News - Nebenwerte
14.08.2012
GfK-Aktie: Umsatz gesteigert, Ergebnis geht zurück
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Nürnberg (www.aktiencheck.de) - Die Marktforschungsgruppe GfK SE (ISIN DE0005875306/ WKN 587530) konnte im ersten Halbjahr trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds einen Umsatzanstieg ausweisen. Das Ergebnis entwickelte sich jedoch leicht rückläufig.

Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, lag der Umsatz mit 720,1 Mio. Euro um 9,1 Prozent über dem Vorjahreswert von 660,1 Mio. Euro. Im Sektor Sektor Consumer Choices wurde dabei ein Umsatzplus von 7,3 Prozent erzielt, während man im Sektor Consumer Experiences ein Umsatzplus von 10,2 Prozent zu verzeichnen hatte.

Beim operativen Ergebnis verbuchte die Marktforschungsgruppe einen Rückgang auf 67,6 Mio. Euro, nach 73,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das angepasste Operative Ergebnis betrug in den ersten sechs Monaten 2012 insgesamt 81,4 Mio. Euro, was gegenüber dem Vorjahreswert einem Minus von 3,1 Prozent entspricht. Die Marge der GfK Gruppe belief sich im ersten Halbjahr 2012 auf 11,3 Prozent nach 12,7 Prozent im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Für die Margenentwicklung im ersten Halbjahr 2012 waren unter anderem Transformationskosten ursächlich. Rund 2,8 Mio. Euro Entwicklungskosten in Zusammenhang mit dem Ausbau der StarTrack Plattform und anderer Auswertungssoftware, dem NIS-Projekt und einem CRM-Projekt sind in den Umsatzkosten enthalten. In den Vertriebs- und Verwaltungskosten schlugen Beratungskosten für das neue ERP-System, den neuen Internetauftritt der GfK und die Anpassung der Systemlandschaft an die neue Organisation in Höhe von 0,7 Mio. Euro zu Buche.

Unter dem Strich wurde beim Konzernergebnis ein Rückgang auf 41,2 Mio. Euro ausgewiesen, nach 45,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Die GfK erwartet, dass 2012 für einige Kunden ein schwieriges Jahr werden wird und daher einzelne Aufträge für dieses Jahr im Volumen reduziert oder zeitlich verschoben werden. Dies soll durch verstärkte Akquise in anderen Kundensegmenten und Ausweitung des Wachstums in neuen Geschäftsfeldern kompensiert werden.

Der Vorstand der GfK ist dennoch zuversichtlich, dass sich die GfK Gruppe aufgrund ihrer neuen Aufstellung und Strategie auch dieses Jahr wieder besser als die Marktforschungsbranche entwickeln wird und damit in der Lage ist, Marktanteile hinzu zu gewinnen. Die GfK geht davon aus, dass sich das Klima der Weltwirtschaft im Jahr 2012 nicht weiter verschlechtert und die Währungskursrelationen bis zum Jahresende in etwa auf dem heutigen Niveau bleiben. Unter diesen Voraussetzungen rechnet die Gesellschaft weiterhin mit einem Umsatzvolumen in der Größenordnung von rund 1,5 Mrd. Euro in 2012. Dies würde einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von rund 9 Prozent entsprechen. Die GfK strebt trotz der nicht unerheblichen Aufwendungen und Investitionen in die Entwicklung des Geschäfts an, das Ergebnis wieder zu steigern und die Ergebnismarge (angepasstes operatives Ergebnis zu Umsatz) des Jahres 2011 in etwa halten zu können.

Die Aktie von GfK notiert derzeit mit einem Minus von 5,98 Prozent bei 37,78 Euro. (14.08.2012/ac/n/nw)


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