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Analysen - Marktberichte
27.07.2012
Globalen Indices gesunken - Wirtschaftsdaten stabilisieren sich leicht auf tiefem Niveau
Erste Group Research

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Wien (www.aktiencheck.de) - Die Globalen Indices sanken auch in der letzten Woche, so die sich die Analysten von Erste Group Research.

Der STOXX 600 (ISIN EU0009658202/ WKN 965820) sei um 2%, der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) um 1,2% und der Nikkei 225 (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) um 4% gefallen. In Europa hätten 18 der 19 Sektoren eine negative Performance gezeigt. Insbesondere Versorger (-4,6%), Rohstoffaktien (-3,9%) und Telekoms (-3,9%) hätten auf den Verkaufslisten der Investoren gestanden. In den USA habe sich ein inverses Bild gezeigt: Telekoms (+1,5%) und Versorger (+0,2%) hätten den Markt outperformt. Die Empfehlung der Analysten bei defensiven Aktien auf US-Firmen zu setzten, werde somit weiter von den Performances bestätigt.

Laut dem deutschen Einkaufsmanagerindex habe die deutsche Wirtschaft im Juli den stärksten Wachstums- und Auftragsrückgang seit Juni 2009 verzeichnet. Der Flash Deutschland Composite-Index Produktion sei gegenüber Juni um 0,8 Punkte auf 47,3 gesunken. Hohe Verluste habe es beim Auftragseingang der Industrie und nun auch im Service-Sektor gegeben. Trotzdem sei die Beschäftigung weitgehend stabil geblieben. Der Jobabbau in der Industrie werde durch den anhaltenden Jobaufbau im Service-Sektor überkompensiert.

In der gesamten Eurozone sei der EMI Group (ISIN GB0000444736/ WKN 853505) stabil bei 46,4 Punkten gewesen. In Frankreich sei die Wirtschaft laut EMI zwar zum fünften Mal hintereinander geschrumpft, der Rückgang habe sich jedoch den zweiten Monat in Folge abgeschwächt. Der Lichtblick im französischen Service-Sektor könnte nach den Wahlen aber nur von kurzer Dauer sein. Der Verbraucherstimmungsindex in Frankreich habe sich nun im Juli wieder auf 87 Zähler nach 89 Zähler im Juni verschlechtert.

Facebook (ISIN US30303M1027/ WKN A1JWVX) ("verkaufen") sei gestern nach Handelsschluss auf USD 26,8 gefallen (-8,5%). Gewinn pro Aktie und Umsatz seien nur im Rahmen der Erwartungen gewesen und das Wachstum der hoch bewerteten Firma (KGV 12e: 53,8x) habe sich wie erwartet verlangsamt.

Anglo American (ISIN GB00B1XZS820/ WKN A0MUKL) habe im ersten Halbjahr 2012 wegen gesunkener Rohstoffpreise und höherer Kosten deutlich weniger verdient als vor einem Jahr. Der Gewinn sei um 70%, auf USD 1,21 Mrd. geschmolzen. Trotz gesteigerter Produktion vieler Rohstoffe habe auch der Umsatz wegen niedrigerer Verkaufspreise um 10% auf USD 16,42 Mrd. nachgegeben. Die Analysten würden Aktien aus dem Rohstoffsektor (ex. Gold) weiter zu Verkaufen empfehlen.

Danone (ISIN FR0000120644/ WKN 851194) ("verkaufen") habe durch gute Geschäfte mit Babynahrung und einer wachsenden Nachfrage aus den Schwellenländern den Gewinn im ersten Halbjahr 2012 um 4,2% auf EUR 911 Mio. gesteigert. Das technische Bild der Aktie sei jedoch schlecht und die gemeldete Gewinn-Wachstumsrate liege unter dem Branchenschnitt von 9%.

Die Wirtschaftsdaten würden sich zwar leicht auf tiefem Niveau stabilisieren. Eine Trendumkehr sei realistisch betrachtet nicht in Sicht. Die Volatilität an den Aktienmärkten werde daher weiter anhalten. Die Analysten würden bei diesem Ausblick empfehlen, defensive US-Aktien (Telekoms/Versorger/Gesundheit) und globale Basiskonsumfirmen in Europa zu kaufen, da bei diesen Aktien das Chance/Risikoprofil langfristig positiv sei. (27.07.2012/ac/a/m)



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