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Analysen - Ausland
26.07.2012
Rieter-Aktie: 1H 2012-Ergebnis gab keine Anzeichen auf nachhaltige Erholung bei Textilien
Vontobel Research

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Zürich (www.aktiencheck.de) - Fabian Haecki, Analyst von Vontobel Research, stuft die Rieter-Aktie (ISIN CH0003671440/ WKN 869929) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" unverändert mit dem Rating "hold" ein.

Angesichts des stärker als erwarteten Auftragsrückgangs erscheine ein "Umsatzrückgang im hohen einstelligen Bereich" in diesem Jahr zu optimistisch (VtE: -11,7%). Das Unternehmen sage nun erneut einen sequenziellen Umsatzrückgang im zweiten Halbjahr 2012 voraus. Das Management habe gesagt, es habe im Juni/Juli ein leichtes Anziehen erkannt, aber es sei noch zu früh, um die als nachhaltigen Trend zu bezeichnen.

Die Türkei, aber auch Indien seien beides wichtige Märkte für hochqualitative Garne, bei denen die Stärke von Rieter liege. Daher habe das Unternehmen besonders stark unter der dortigen Marktschwäche gelitten. Ein neues Anreizprogramm (Türkei: Investitionszulagen; Indien: Schuldenerlass) könnte den Auftragseingang in den kommenden zwölf Monaten stärken.

Die Expansionspläne Rieters würden in China erste Erfolge zeigen, wo das Wachstum trotz anhaltender Marktschwäche 17% erreicht habe. Nach den gestrigen Ergebnissen würden die Analysten ihre Umsatzschätzungen für 12E/13E/14E jeweils um 5%/5%/3% und die EPS-Schätzungen um 21%/12%/6% reduzieren. Den nächsten Kursimpuls könnte der Kapitalmarkttag am 31. Oktober (=/+) liefern.

Rieter habe den Konjunkturabschwung bisher gut gemeistert und es scheine, als habe der Zyklus die Nähe der Talsohle erreicht. Trotz vielversprechender Anzeichen in einigen Märkten sei die Stimmung durch das schwache Konsumentenvertrauen in Europa gedrückt.

Die Analysten von Vontobel Research bewerten die Rieter-Aktie nach wie vor mit dem Votum "hold". Gemäß der Anpassung ihrer Prognosen würden sie das Kursziel von CHF 165,00 auf CHF 155,00 reduzieren. (Analyse vom 26.07.2012) (26.07.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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