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Analysen - Ausland
21.10.2002
Bristol-Myers Squibb verkaufen
sunday-biotech

www.optionsscheinecheck.de

Die Analysten von "sunday-biotech" empfehlen erneut die Aktien von Bristol-Myers Squibb (WKN 850501) zum Verkauf.

Der letzte Schlag für Bristol-Myers sei in Form einer FDA-Mitteilung gekommen und besage, dass mindestens ein weiterer klinischer Test für das Bluthochdruckpräparat Vanlev durchgeführt werden müsse. Vanlev sei ursprünglich als potenzieller Blockbuster angesehen worden, bis allergische Reaktionen bei einigen Patienten aufgetreten seien, die zu Schwellungen des Gesichts, der Lippen, des Halses und gar zu Atembeschwerden geführt hätten. Hauptsächlich aus diesem Grund ziehe sich der Zulassungsprozess bereits seit 1999 hin.

Viele Probleme habe Bristol-Myers in letzter Zeit zu meistern gehabt. Dazu würden eine Untersuchung der US-Börsenaufsicht SEC wegen umstrittener Bilanzierungstricks; staatsanwaltliche Untersuchungen wegen krimineller Behinderung des Markteintritts von generisch hergestellten Medikamenten gehören. Die Patente von drei der umsatzstärksten Produkte seien abgelaufen und ein 2-Milliarden-US-Dollar-Deal mit dem Biotech-Unternehmen ImClone habe bislang nur Misserfolge eingebracht.

Die Pipeline des New Yorker Pharmakonzerns mit einer Marktkapitalisierung von ca. 45 Milliarden US-Dollar hinterlasse auch nicht den Eindruck besonders innovativ zu sein. Der Gewinn je Aktie werde voraussichtlich um 50 Prozent in diesem Jahr einbrechen. Der Umsatz stagniere seit 1999 bzw. sei aktuell sogar rückläufig.

Das Rating der Analysten von "sunday-biotech" für Bristol-Myers lautet auf "verkaufen".



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