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Analysen - Ausland
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17.10.2002
Merrill Lynch "overweight"
Morgan Stanley Dean Witter
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Wertpapierspezialisten von Morgan Stanley Dean Witter raten nach wie vor zum Übergewichten der Aktie der US-amerikanischen Investmentbank Merrill Lynch (WKN 852935).
Insgesamt würden die Aktienexperten die Entwicklungschancen des Sektors Aktienhandel und Multinationale Banken als durchschnittlich betrachten. Die Fundamentaldaten des Segments seien weiterhin schwach. Allerdings sei ein Großteil des negativen Nachrichtenflusses nach Einschätzung der Analysten bereits in die Werte des Sektors eingepreist. Vor diesem Hintergrund sei eine Konzentration auf die Eindämmung von Kosten und Kreditrisiken von essentieller Bedeutung. Investoren sollten auch die Nachfrageentwicklung im Segment und mögliche gesetzliche Reformen für den Kapitalmarkt genau im Auge behalten.
Auf dem angesprochenen Gebiet der Kostenkontrolle liege Merrill Lynch mit seinen Initiativen an der Spitze der Mitwettbewerber. Das EPS von Merrill Lynch werde in den Geschäftsjahren 2002 und 2003 auf 2,59 bzw. 3,08 USD geschätzt. Das 12-Monats-Kursziel liege bei 42 USD und basiere auf einer Analyse des Residual Income unter Abzug von einem USD pro Aktie aufgrund möglicher Aufwendungen nach Steuern in Höhe von 300 Mio. USD. Dieser Aufwand könnte aus potentiellen Strafzahlungen resultieren, die sich aus den derzeitigen Untersuchungen der Schadensersatzpflicht einiger Wall Street Firmen ergeben könnten. Dies sei aber noch zu ungewiß, um in die EPS Prognosen der Analysten einkalkuliert zu werden.
Daher lautet das Rating der Börsenexperten von Morgan Stanley Dean Witter für die Aktie von Merrill Lynch auch weiterhin "overweight".
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