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News - Marktberichte
13.07.2012
Börsen in BRIC: Uneinheitlich, Konjunkturdaten aus China im Blick
aktiencheck.de

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Sao Paulo (www.aktiencheck.de) - Trotz erneut schwächerer Vorgaben von der Wall Street tendiert der DAXglobal BRIC Index (ISIN DE000A0C4CK9/ WKN A0C4CK) im bisherigen Freitaghandel fester. Dabei stützen Konjunkturdaten aus China. Der Auswahlindex, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, verbessert sich aktuell um 0,36 Prozent auf 381,48 Punkte.

Der brasilianische Leitindex Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) konnte sich auch am Donnerstag nicht dem negativen Trend an den US-Börsen entziehen und gab erneut nach. Dabei konnten die Abschläge im Handelsverlauf allerdings noch deutlich eingegrenzt werden. Am Ende stand ein Minus von 0,28 Prozent auf 53.420,87 Stellen zu Buche. Banco do Brasil verteuerten sich um 0,3 Prozent, während Vale um 0,4 Prozent nachgaben. Petrobras legten schließlich um 0,2 Prozent zu.

An den chinesischen Handelsplätzen waren am letzten Handelstag der Woche mehrheitlich grüne Vorzeichen auszumachen. Der Shanghai Composite verbesserte sich ganz leicht um 0,02 Prozent auf 2.185,90 Zähler, während in Hongkong der Hang Seng (ISIN HK0000004322/ WKN 145733) deutlicher um 0,35 Prozent auf 19.092,63 Punkte vorrücken konnte. Im Blickfeld der Investoren standen dabei vor allem diverse Konjunkturdaten. Das chinesische Wirtschaftswachstum hat sich im zweiten Quartal 2012 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde weiter abgebremst. So kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich um 7,6 Prozent, nach 8,1 Prozent im ersten Quartal. Hierbei handelt es sich um den schwächsten Anstieg seit dem ersten Quartal 2009. Die Prognose der Volkswirte hatte auf ein Plus von 7,7 Prozent gelautet. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs die Wirtschaftsleistung im Reich der Mitte um 1,8 Prozent. Die chinesische Industrieproduktion ist derweil im Juni weniger stark gewachsen als im Vormonat. So erhöhte sich die industrielle Wertschöpfung gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch um 9,5 Prozent, nach einem Plus von 9,6 Prozent im Mai. Volkswirte hatten hingegen einen stärkeren Anstieg um 9,8 Prozent prognostiziert. Des Weiteren hat sich der Anstieg beim chinesischen Einzelhandelsumsatz im Juni mit vermindertem Tempo fortgesetzt. So kletterten die Umsatzerlöse der Einzelhändler gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,7 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld nur eine Umsatzsteigerung von 13,4 Prozent prognostiziert, nach einem Plus von 13,8 Prozent im Mai. Bei den Einzelwerten zeigten Versicherungstitel heute eine positive Entwicklung. So verteuerten sich Ping An um 0,2 Prozent, während es für China Life sogar um 1,2 Prozent nach oben ging. Unter Druck standen allerdings die Aktien des Handelshauses Li & Fung, die sich um 1,7 Prozent verbilligten.

In sehr guter Verfassung zeigen sich im aktuellen Freitaghandel die Märkte in Russland. So rückt der Leitindex RTS zurzeit um 1,14 Prozent vor und notiert bei 1.355,48 Stellen. Damit kann sich der Index wieder von seinen Vortagesverlusten erholen. Sberbank legen um 1,3 Prozent zu, während sich Gazprom lediglich um 0,2 Prozent verbessern. LukOil entwickeln sich mit einem Zugewinn von 0,1 Prozent ebenfalls schlechter als der Gesamtmarkt.

Wenig verändert tendierte zur Stunde der indische Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199/ WKN 969819) mit einem Abschlag von 0,13 Prozent auf 17.210,67 Punkte. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Anleger finden sich dabei die Anteilsscheine von Tata Consultancy Services mit einem Zugewinn von 1,9 Prozent. Daneben geht es für Wipro um 0,2 Prozent nach oben. InfoSys geben nach ihrem Kurssturz von gestern aktuell um weitere 1,4 Prozent nach. Am schlechtesten läuft es allerdings für Jindal Steel. Das Papier verbilligt sich als Schlusslicht im SENSEX um 2 Prozent. (13.07.2012/ac/n/m)


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