Logo
Analysen - Marktberichte
11.07.2012
Ungarn nähert sich weiter an EU/IWF
Raiffeisen Capital Management

www.optionsscheinecheck.de

Wien (www.aktiencheck.de) - Das Wachstumsbild in Ungarn hat sich weiter verschlechtert, so die Experten von Raiffeisen Capital Management (RCM) in ihrem aktuellen "emreport".

Im Vordergrund hätten im Juni jedoch abermals politische Ereignisse gestanden. Die von der EU und dem IWF geforderten Änderungen des Zentralbankgesetzes seien mittlerweile von der ungarischen Regierung eingearbeitet und dem Parlament vorgelegt worden. Während die EU sich zufrieden gezeigt habe, habe sich der IWF bislang noch nicht dazu geäußert. Dennoch sollte damit eine wichtige Hürde in den Verhandlungen zwischen Ungarn, EU und IWF aus dem Weg geräumt sein. Ohne ein Abkommen über finanzielle Hilfen sei die Refinanzierung Ungarns ernsthaft gefährdet.

Allerdings berge die geplante ungarische Finanztransaktionssteuer Stoff für weitere politische Auseinandersetzungen mit der EU. Alles in allem scheine ein Unterstützungspaket für Ungarn wahrscheinlicher geworden zu sein; es sei aber noch keinesfalls sicher. Der Forint sei im Juni die stärkste Währung der Region gewesen und auch ungarische Anleihen und Aktien hätten stark zugelegt. Der BUX-Aktienindex (ISIN XC0009655090/ WKN 965509) sei im Juni um fast 8% gestiegen. (Ausgabe Juli 2012) (11.07.2012/ac/a/m)


© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de