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Analysen - DAX 100
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05.07.2012
Merck-Aktie: weiterer Rückschlag in der Produkterweiterung
National-Bank AG
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www.optionsscheinecheck.de
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Essen (www.aktiencheck.de) - Steffen Manske, Analyst der National-Bank AG, stuft die Merck-Aktie (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) weiterhin mit "halten" ein.
Die klinische Studie III mit Erbitux sollte bei Patienten mit fortgeschrittenem Magenkarzinom den primären Endpunkt einer signifikant verlängerten progressionsfreien Überlebenszeit (Zeit, die Patienten ohne eine Verschlechterung ihrer Erkrankung leben) erreichen. Dieses Ziel sei nicht erreicht worden. Magenkrebs sei mit 700.000 Todesfällen die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache und die vierthäufigste diagnostizierte Krebsart.
An der Einschätzung der Analysten, dass Merck im umsatzstarken Pharmasegment mit den beiden Hauptprodukten Erbitux und Rebif eine zu geringe Basis für zukünftiges Wachstum besitze, habe sich nichts geändert. Die heutige Nachricht reihe sich dabei in zuletzt gehäufte Fehlschläge bei Produktzulassungen und Studienergebnissen ein. Entsprechend seien die bekannten Umbaupläne bei Merck Serono mit Gesamtkosten von 600 Mio. EUR bis ins Jahr 2014, die dann zu jährlichen Kosteneinsparungen von ca. 300 Mio. EUR p. a. führen sollten, ein notweniger Schritt.
Da auch in der Chemiesparte das Flüssigkristallgeschäft im ersten Quartal eine deutliche Margenschwäche aufgewiesen habe, seien die Perspektiven insgesamt eher als wenig erfreulich zu bezeichnen. Im Marktkonsens werde für das Jahr 2012 ein Umsatzanstieg von 2,8% und ein Rückgang im bereinigten Gewinn je Aktie von 2,7% prognostiziert.
Die Analysten der National-Bank AG bleiben für die Merck-Aktie bei ihrem bisherigen "halten"-Votum und dem Kursziel von 78 EUR. (Analyse vom 05.07.2012) (05.07.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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