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Analysen - Nebenwerte
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03.07.2012
GESCO-Aktie: Nachfrage schwächt sich etwas ab, Aquisitionen sorgen für Wachstum
Bankhaus Lampe
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www.optionsscheinecheck.de
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Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die GESCO-Aktie (ISIN DE000A1K0201/ WKN A1K020) nach wie vor mit dem Rating "halten" ein.
Die GESCO AG habe am Donnerstag den Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2011/12 veröffentlicht (Kalenderjahr 2011 der Tochtergesellschaften) und die Zahlen sowie insbesondere den Ausblick auf einer Analystenkonferenz näher erläutert. Bereits Ende Mai habe GESCO die vorläufigen Zahlen 2011/12 veröffentlicht.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 habe GESCO Rekordumsätze und -erträge erzielt. Der Umsatz habe sich um 24% auf 415 Mio. Euro erhöht. Das Wachstum sei rein organisch gewesen. Das EBIT habe sich auf 39,5 Mio. Euro belaufen (EBIT-Marge: 9,5%).
Im Auftaktquartal habe GESCO einen Auftragseingang von 116 Mio. Euro (+0,3%) sowie einen Umsatz von 107 Mio. Euro (+7%) erzielt. Für das zweite Quartal müsse mit einem Auftragsrückgang qoq gerechnet werden, während der Umsatz durch Projektverschiebungen stärker als im Q1 ausfallen dürfte.
Für 2012/13 prognostiziere GESCO Umsätze von 430 Mio. Euro sowie einen Jahresüberschuss von 20,5 Mio. Euro, was einem Ergebnis je Aktie von 6,17 Euro entspräche.
Im Portfolio der GESCO AG habe es zuletzt einige Veränderungen gegeben, die Einfluss auf die Umsätze im laufenden Jahr hätten: Verkauf von Ackermann Fahrzeugbau (Umsatz rund 7 Mio. Euro), Kauf Werkzeugbau Laichingen (Umsatz rund 18 Mio. Euro) und C.F.K. (Umsatz rund 7,5 Mio. Euro, Konsolidierung aber nur sieben Monate). Der anorganische Umsatzzuwachs liege also bei rund 15 Mio. Euro, womit die Guidance ein stabiles Umsatzniveau des bisherigen Portfolios unterstelle. Dies würden die Analysten für realistisch halten.
Gemäß der Annahmen der Analysten errechne sich aus einem prognostizierten Jahresüberschuss von 20,5 Mio. Euro ein EBIT von rund 36 Mio. Euro. Dies entspräche nur einer EBIT-Marge von 8,4%. Das Management berücksichtige dabei angabegemäß eine zu beobachtende schwächere Preisqualität, da Kunden unter anderem wieder längere Lieferzeiten in Kauf nehmen würden. Zudem tätige GESCO bei Zukäufen im ersten Jahr immer höhere Abschreibungen, um den Wertansatz des Goodwills niedrig zu halten.
Würden die Analysten rund 2 Mio. Euro Belastung im EBIT durch eine schwächere Preisqualität und einen Ergebnisbeitrag von rund 1 Mio. Euro durch die Akquisitionen berücksichtigen, so sollte ausgehend von dem EBIT 2011/12 von 39,3 Mio. Euro ihres Erachtens aber ein EBIT von 38 Mio. Euro bzw. ein Jahresüberschuss von 21,7 Mio. Euro möglich sein.
Die Analysten hätten ihre Umsatz- und EBIT-Erwartungen leicht erhöht. Das EPS sinke leicht, da sie bisher noch nicht die 10%ige Kapitalerhöhung berücksichtigt hätten. Auf Basis der Analystenschätzungen ergebe sich für 2013/14 ein EV/EBIT-Multiple von 6,5x sowie ein KGV von 10,1x. Damit notiere die Aktie auf bzw. leicht über der Peer-Group (EV/EBIT: 6,3x, KGV: 8,8x).
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen die Anlageempfehlung "halten" für die GESCO-Aktie. Ihr Kursziel würden sie um 5% von 69,00 Euro auf 65,00 Euro reduzieren. (Analyse vom 03.07.2012) (03.07.2012/ac/a/nw)
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