Logo
News - Nebenwerte
28.06.2012
4SC-Aktie: Weitere Phase-II-Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit von Resminostat bei Leberkrebs
aktiencheck.de

www.optionsscheinecheck.de

Martinsried (www.aktiencheck.de) - Das biopharmazeutische Unternehmen 4SC AG (ISIN DE0005753818/ WKN 575381) präsentiert am heutigen Donnerstag auf der 14. Jahrestagung für Gastrointestinale Krebserkrankungen der Europäischen Gesellschaft für medizinische Onkologie (ESMO), der so genannten ESMO GI Krebskonferenz, vom 27. bis 30. Juni 2012 in Barcelona Daten zur Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Krebswirkstoffs Resminostat als Zweitlinientherapie von Leberkrebs.

Wie der Spezialist für die Entdeckung und Entwicklung neuer Medikamente mit den Schwerpunkten Autoimmunerkrankungen und Krebs mitteilte, wurden die Daten im Rahmen der Auswertung der klinischen Phase-II-SHELTER-Studie des Unternehmens bei Patienten ermittelt, die an fortgeschrittenem Leberkrebs (hepatozelluläres Karzinom, HCC) erkrankt waren und die auf die einzige für diese Indikation zugelassene Therapie mit Sorafenib (Nexavar) nicht mehr ansprachen und unter der Behandlung mit Sorafenib ein radiologisch festgestelltes Fortschreiten der Erkrankung entwickelt hatten. Die Studie untersuchte Resminostat sowohl in Kombination mit Sorafenib als auch in Monotherapie.

Den Angaben zufolge werden Daten zu drei Behandlungsgruppen der SHELTER-Studie vorgestellt, in denen steigende Dosierungen (dose levels, DL) von Resminostat [DL1: 200 mg (n=3), DL2: 400mg (n=3) und DL3: 600mg (n=6)] jeweils in Kombination mit 400 mg Sorafenib verabreicht wurden. Zusätzlich wurde in einer weiteren Behandlungsgruppe [DL4 (n=6)] die höchste Dosierung von Resminostat von 600 mg mit der für die Erstlinientherapie von Sorafenib zugelassenen Dosierung von 800 mg kombiniert. Die Kombination von Resminostat mit Sorafenib wurde generell in allen Dosisgruppen gut vertragen. Da im höchsten Dosierungslevel DL4 keine sog. DLT (dosislimitierende Toxizität) verzeichnet wurde, konnte keine formale sog. MTD (maximale verträgliche Dosis) für die Kombination von Resminostat und Sorafenib ermittelt werden. Diese Befunde eröffnen nun die prinzipielle Möglichkeit, die Kombinationsbehandlung von Resminostat und Sorafenib auch in der Erstlinientherapie bei fortgeschrittenem HCC klinisch zu untersuchen - mit dem Ziel, die für diese Patienten bisher einzig verfügbare Option der Monotherapie mit Sorafenib durch die zusätzliche Gabe von Resminostat zu verbessern.

Die für beide Studienarme gegenwärtig verzeichnete durchschnittliche Behandlungsdauer liegt für den Resminostat/Sorafenib-Kombinationsarm bei 5,5 Monaten und für den Resminostat-Monotherapiearm bei 2,6 Monaten. Diese Angaben sind noch vorläufig, da zurzeit in beiden Studiengruppen noch Patienten behandelt werden. Zudem wurde eine paarweise vergleichende Analyse für jeden Patienten durchgeführt, wobei die Behandlungsdauer eines Patienten mit Sorafenib in der Erstlinientherapie vor Einschluss in die SHELTER-Studie mit seiner Behandlungsdauer in der SHELTER-Studie verglichen wurde. In beiden Studienarmen, d.h. sowohl in der Kombinationsbehandlung als auch in der Monotherapie mit Resminostat, konnte bei einer Gruppe von Patienten eine längere Behandlungsdauer mit diesen neuen Zweitlinienansätzen erreicht werden als zuvor mit der Sorafenib-Erstlinientherapie. Dieser Effekt war insbesondere in der Kombinationsgruppe stärker ausgeprägt als in der Monotherapiegruppe, was darauf hindeutet, dass die Kombinationsbehandlung besonders lange das Fortschreiten der Tumorerkrankung aufhalten konnte. Zusätzlich werden auf dem Poster die aktualisierten progressionsfreien Überlebensraten (PFSR) beider Studienarme vorgestellt. Neben der bereits veröffentlichten, finalen PFSR nach zwölf Wochen von 70 Prozent der Patienten der Kombinationsgruppe liegt die PFSR für die Monotherapiegruppe aktuell bei 40 Prozent; dieser Wert kann sich jedoch noch leicht ändern, da für einige Patienten in dieser Gruppe die Evaluierung des Tumorwachstums nach zwölf Wochen Behandlung noch nicht vorliegt.

Die Aktie von 4SC verlor gestern 5,60 Prozent auf 1,50 Euro. (28.06.2012/ac/n/nw)


© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de