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Analysen - Neuer Markt
01.10.2002
Adva reduzieren
Nord LB

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Der Analyst Jürgen Bartz von der Norddeutschen Landesbank empfiehlt, die Aktie der Adva AG Optical Networking (WKN 510300) bei Kursstärke zu verkaufen.

Während das Unternehmen das anhaltend schwierige Marktumfeld beim Umsatz im zweiten Quartal 2002 gespürt habe, der um 9,2% auf 22,3 Mio. Euro gegenüber der Vorjahresperiode zurückgegangen sei, habe das Betriebs-Ergebnis auf Pro-forma-Basis durch Kostensenkungsmaßnahmen und eine höhere Bruttomarge mit 0,2 Mio. Euro die Gewinnzone erreicht, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Fehlbetrag von 1,2 Mio. Euro ausgewiesen worden sei.

Der Pro-forma-Nettoverlust aus den fortgeführten Geschäftsaktivitäten habe mit 0,2 Mio. Euro deutlich unter dem vergleichbaren Vorjahresresultat von minus 2,1 Mio. Euro gelegen. Die Analysten seien im Durchschnitt von Umsätzen in Höhe von 24,9 Mio. Euro, einem Pro-forma-Betriebsergebnis von -0,2 Mio. Euro und einem Pro-forma-Nettoverlust von 0,39 Mio. Euro ausgegangen. Unter Berücksichtigung der Sonderfaktoren habe der Nettofehlbetrag 3,7 Mio. Euro betragen. In dem Vorjahresergebnis seien allerdings Aufwendungen wegen der Schließung der Produktionsstätte in Cambridge ebenso wie Firmenwert-Abschreibungen enthalten gewesen, die aufgrund der Änderung der US-Bilanzierungsregeln seit dem 01.01.2002 nicht mehr einbezogen würden.

In den ersten sechs Monaten 2002 habe Adva den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 2,8% auf 43,8 Mio. Euro steigern können. Beim Pro-forma-Betriebsergebnis habe das Unternehmen die Verlustzone verlassen und einen Gewinn von 0,3 Mio. Euro ausgewiesen. Einsparungen in der Verwaltung, im Vertrieb und im Bereich F&E haben zu einer Verringerung der Kosten um 14,1% auf 17,6 Mio. Euro geführt. Der Nettoverlust sei von 11,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 5,2 Mio. Euro zurückgegangen. Im dritten Quartal 2002 rechne Adva mit einem Umsatz in der Spanne von 20-25 Mio. Euro und für das Gesamtjahr lägen die Prognosen des Unternehmens bei 88-94 Mio. Euro.

Adva habe mit Hitachi ein OEM-Vertriebsabkommen geschlossen, um seine optischen Stadtnetzlösungen auch für Netzbetreiber in Japan anzubieten. Die Fiber-Service-Platform FSP 11/2000 werde von Hitachi sowohl als Ergänzung in sein Produktportfolio aufgenommen als auch in das eigene Netzwerk-Management-System integriert. In Nordamerika werde zukünftig Fujitsu Network Communications die Komplettlösungen für optische Netze von Adva vermarkten.

Das Researchteam der Nord LB erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von 88 Millionen Euro sowie einen Verlust von 6,5 Millionen Euro. Nächstes Jahr sollten die Erlöse auf 102 Millionen Euro ansteigen und der Verlust bei 1,6 Millionen Euro betragen.

Zwar habe Adva im zweiten Quartal ein positives Betriebsergebnis ausweisen können, doch die Umsätze seien geringer als in der Vorjahresperiode gewesen und beim Nettoergebnis sei das Unternehmen weiter in der Verlustzone geblieben.

Nicht zuletzt auch wegen der anhaltenden Flaute auf dem Telekommunikations-Markt, wo Adva-Finanzchef Andreas Rutsch frühestens im nächsten Jahr mit einer nachhaltigen Erholung rechnet, halten die Analysten der Nord LB an ihrem Votum "reduzieren" für die Adva-Aktien fest.



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