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Analysen - TecDAX
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11.06.2012
freenet-Aktie: Dividendenrendite von 10%
Frankfurter Börsenbrief
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www.optionsscheinecheck.de
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Detmold (www.aktiencheck.de) - Bei der freenet-Aktie (ISIN DE000A0Z2ZZ5/ WKN A0Z2ZZ) bringen sich die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" in Stellung für den Rückkauf.
Die Experten seien früher mit einem Gewinn von etwa 50% per Stopp-Loss aus dem Rennen gegangen. Das sollte man nicht hochrechnen auf das neue Engagement. Doch das Chance/Risiko-Verhältnis stehe gleichwohl sehr günstig. freenet betreibe als Mobilfunk-Service-Provider bekanntlich kein eigenes Mobilfunk-Netz, sondern sei im Wesentlichen ein Vertreiber von fremden Netzkapazitäten. Bedient würden die Kunden z.B. über grob 550 Shops, aber dabei auch noch deutlich umfangreicher über Vertriebsstellen innerhalb des Handels, also z.B. bei Elektronik-Fachmärkten.
Das Unternehmen stehe für eine Kundenbasis von etwa 14,7 Mio., davon allerdings etwa 6,58 Mio. "Prepaid", also auf Guthaben-Basis. In diesem Bereich würden die monatlichen Umsätze gerade mal etwa 2,80 Euro je Kunde betragen, im Postpaid-Bereich - ca. 23,40 Euro je Kunde und Monat. Selbstverständlich sei freenet in diesem Markt kein Wachstumswert. Und auch hohe Margen seien natürlich nicht realistisch, wohl aber ein recht stabiler Cashflow und somit auch eine gute Fähigkeit für eine nachhaltige großzügige Dividendenpolitik.
In Q1/2012 habe es zwar einen leichten Umsatzrückgang um 5,7% auf 744,2 Mio. Euro gegeben. Gleichwohl habe das EBITDA um 8,5% erhöht werden können. Beim EBIT habe man sich sogar um 47,2% auf 48 Mio. Euro verbessert. Recht groß sei der Bilanzanteil von Goodwill mit ca. 44%, was selbstverständlich ein Risiko darstelle. Der operative Cashflow sei mit +2,1% und 74,7 Mio. Euro in etwa auf Vorjahreshöhe angesiedelt gewesen. Hieran hänge maßgeblich die Dividendenfähigkeit.
Der freie Cashflow habe mit 72,4 Mio. Euro lediglich leicht darunter gelegen. Gerade erst seien für das vergangene Jahr 1,20 Euro je Aktie ausgeschüttet worden. Die Dividendentaxe für 2012 sei zwar konservativer, liege jedoch immer noch bei etwa 1,04 Euro je Aktie. Beim aktuellen Aktienkurs bedeute dies eine Dividendenrendite von immerhin grob 10%, was natürlich bereits eine Einladungskarte sei. Die Chancen stünden gut für eine auch nach wie vor großzügige Dividendenpolitik - nicht nur, weil man den freien Cashflow wahrscheinlich in etwa bei 240 Mio. Euro halten könne (etwa 40 bis 60% dieses Betrages sollten an die Aktieninhaber ausgeschüttet werden), sondern auch, weil der Großaktionär Drillisch (ISIN DE0005545503/ WKN 554550) die Dividende gut gebrauchen könne.
Drillisch sei jetzt mit etwa 21,86% der größte Einzelaktionär von Mobilcom, laufe jedoch mit dem Bestreben einer stärkeren Vernetzung bzw. einem Reverse Takeover immer wieder gegen die Wand. Gerade im Kontext der letzten Hauptversammlung sei die Besetzung des Aufsichtsrates ein heißes Thema gewesen. Wenn Drillisch noch mehr "Druck" machen möchte, benötige man weiter Anteile. Und ein warmer Dividendenregen würde das Manöver natürlich deutlich einfacher machen.
Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" legen sich bei der freenet-Aktie neu auf die Lauer mit einer Limitstaffel (Kauflimit 1: 10,04 Euro, Kauflimit 2: 9,04 Euro). Das Kursziel werde bei 13,00 Euro gesehen. Das Stopp-Loss-Limit sollte bei 7,74 Euro platziert werden. (Ausgabe 23 vom 09.06.2012) (11.06.2012/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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