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Analysen - DAX 100
07.06.2012
GEA Group-Aktie: Underperformance fundamental nicht gerechtfertigt
Warburg Research

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Hamburg (www.aktiencheck.de) - Roland Rapelius, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie der GEA Group (ISIN DE0006602006/ WKN 660200) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.

Seit auf der HV am 24. April Einmalabschreibungen in Höhe von EUR 36 Mio. in der Food Solutions Division bekannt gegeben worden seien, habe sich die Aktie deutlich schlechter entwickelt als der Markt. Kurzfristig biete dies Erholungspotenzial. Außerdem werde erwartet, dass der kommende Capital Marktes Day (28. bis 29. Juni, Fokus auf der Refrigeration Technologies Division) zusätzliche Aufmerksamkeit auf die Aktie ziehen werde.

Fundamental sei der Investment Case attraktiv:

Eine verstärkte Ausrichtung auf Lebensmittelverarbeitungstechnik, die 56% des Auftragseingangs der GEA Group in Q1 2012 ausgemacht habe und von 50% vor einem Jahr angestiegen sei, ermögliche strukturelles Wachstum. Für die Zukunft scheine ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 4% (CAGR 2012e bis 2014e) und ein EBIT-Wachstum von 10%, (CAGR 2012e bis 2014e, unterstützt durch Kosteneinsparungen von EUR 45 Mio. pro Jahr im Segment Heat Exchangers) plausibel zu sein. Die zugrundeliegende Nachfrage werde durch den Urbanisierungstrend, steigende Hygienestandards und ein steigendes Pro-Kopf-BIP getragen, was den Bedarf an verarbeiteten und verpackten Lebensmitteln steigere.

Das Channel Check der Analysten unterstütze die Wachstumsannahme. Sie hätten einige Schlüsselkunden hauptsächlich im Lebensmittel- und Energiesektor interviewt, die ihre Wachstumsprognosen unterstützen würden (siehe vorige Woche veröffentlichte Studie). Die Nachfrage sei, verglichen mit dem gesamten Engineering-Sektor, ebenfalls viel widerstandsfähiger. Dies werde durch die Tatsache belegt, dass der Auftragseingang der GEA Group 2009 um 19% im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sei. Dies sei nur die Hälfte des Auftragseingangs-Rückgangs des VDMAs von 36%. Das 1,22x Book-to-Bill in Q1 2012 deute auch auf eine solide Nachfrage hin.

Eine starke Bilanz (0,6x Nettoverschuldung zum EBITDA 2011, 35% Eigenkapitalquote 2011) und starke Cashflows (6,2% FCF zum Umsatz, deutlich über Peergroup-Durchschnitt). Die Fähigkeit, das Wachstum intern zu finanzieren, werde bei Investoren in Zukunft wahrscheinlich verstärkt gefragt sein, da sich die europäische Bankenkrise verschärfe.

Nicht zuletzt tragen die Bemühungen des Managements, den "Rohdiamant zu schleifen", Früchte, was unserer Ansicht nach nicht in der Bewertung widergespiegelt wird, so die Analysten von Warburg Research. Zum Beispiel habe sich das Working-Capital-Management deutlich verbessert. Während der letzten elf Quartale sei das Verhältnis Working Capital zum Umsatz um 430bps gefallen, was beeindruckend sei und den FCF stütze. Die GEA Group sei heute eindeutig nicht mehr die "alte mg tech".

Ingesamt wirke die jüngste Underperformance übertrieben. Der kommende Capital Markets Day sollte weitere Aufmerksamkeit auf die Aktie ziehen und die Wachstumstreiber seien im Wesentlichen attraktiv und würden intakt aussehen.

Die Analysten von Warburg Research bestätigen ihre Kaufempfehlung sowie ihr Kursziel (DCF basierend) von EUR 27 für die GEA Group-Aktie. (Analyse vom 07.06.2012) (07.06.2012/ac/a/d)



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