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Analysen - Ausland
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18.11.1999
ENI Outperformer
WGZ-Bank
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Manfred Jaisfeld, Aktienanalyst bei der WGZ-Bank, bleibt bei seiner Einstufung der ENI-Aktie (WKN 897791) als "Outperformer".
Der italienische Energiekonzern habe den operativen Gewinn im dritten Quartal um überraschend hohe 78 % auf 758 Mio. Euro gesteigert. Der Umsatz habe mit 7,2 Mrd. Euro um 21,5 % über dem Vorjahresniveau gelegen. Der Zuwachs beruhe dabei insbesondere auf den deutlich höheren Öl- und den mit Verspätung anziehenden Gaspreisen sowie gestiegenen Gasverkäufen. Im Upstream-Bereich konnte laut Jaisfeld eine Steigerung des operativen Ergebnisses von 148 auf 589 Mio. Euro verzeichnet werden.
Mit den unverändert auf sehr hohem Niveau notierenden Ölpreisen, steigenden Gaspreisen und sich stabilisierenden Raffineriemargen dürfte ENI nach dem Wertpapierexperten das Rekordergebnis von 1997 eines Reingewinns von 2,6 Mrd. Euro im Gesamtjahr erreichen und in 2000 deutlich übertreffen.
Die Konsolidierungsphantasie in der Branche habe sich dagegen zuletzt deutlich abgeschwächt. Ein Anschluss an die Gruppe TotalFina-Elf dürfte erst nach einer erfolgreichen Integration der beiden französischen Konzerne wieder aktuell werden. Mit dem Versuch, einen spanischen Energieriesen zu schaffen, entferne sich möglicherweise auch der Konkurrent Repsol von der Liste der Fusionskandidaten.
Der Aktienanalyst von der WGZ-Bank rechnet mit einem Gewinn je Aktie von 0,34 Euro im laufenden Geschäftsjahr und mit 0,39 Euro für 2000.
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