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Analysen - DAX 100
01.06.2012
STADA Arzneimittel-Aktie: Geduld der Anleger auf die Probe gestellt
Frankfurter Tagesdienst

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Detmold (www.aktiencheck.de) - Für die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" steht die Ampel bei der STADA Arzneimittel-Aktie (ISIN DE0007251803/ WKN 725180) weiter auf Gelb.

Der Begriff "Baustelle" falle im Zusammenhang mit STADA Arzneimittel zunehmend häufiger und nicht zu Unrecht. Einerseits bemühe sich das Management des börsennotierten deutschen Pharmakonzerns, die Kosten zu senken, andererseits gelte es, Investitionen zu tätigen, um sich in dem heftig umkämpften Markt gegen zahlreiche Konkurrenten zu behaupten.

Damit die Personalkosten nicht weiter ausufern, setze STADA Arzneimittel seit geraumer Zeit verstärkt auf Produktionsstätten im Ausland, vor allem in Serbien, Russland und auch Vietnam. Bereits im Jahr 2010 sei eine entsprechende Initiative gestartet worden. 40% des Produktionsvolumens würden mittlerweile von den Niederlassungen in Süd- und Osteuropa abgedeckt.

Im Zuge der Verlagerung habe STADA Arzneimittel auch einzelne Produktionsstätten komplett zur Disposition gestellt. Das Ziel, 800 Vollzeit-Stellen ersatzlos zu streichen, werde wohl bereits in diesem Jahr erreicht werden. Ursprünglich habe man das kommende Jahr angestrebt. Dass die Sparziele erfolgreich umgesetzt werden könnten, bedinge unter anderem, dass STADA Arzneimittel das Vorhaben, zwei Werke in Russland zu verkaufen, zu einem erfolgreichen Abschluss bringe.

Das zurückliegende Jahr sei für den Generika-Hersteller reichlich turbulent gewesen. Da STADA Arzneimittel auf einigen offenen Forderungen in Serbien sitzen geblieben sei, sei der Gewinn sehr mager ausgefallen. Gerade einmal 22 Mio. EUR habe man letztlich vermelden können. Für 2012 habe man einen Umsatz in Höhe von 2,15 Mrd. EUR angekündigt. Die Gewinnprognose laute auf 215 Mio. EUR, was nahezu einer Verzehnfachung entspreche.

Für den STADA Arzneimittel-Titel sei es 2012 vergleichsweise gut verlaufen. Von niedrigem Niveau aus sei das Papier seit Jahresanfang um rund ein Viertel geklettert. Zuletzt habe die Tendenz jedoch bereits wieder abwärts gezeigt. Der Pharmakonzern sei gut positioniert, um in den Wachstumsmärkten in Osteuropa für positive Überraschungen zu sorgen. Allerdings sei die Abhängigkeit von dem schwächelnden heimischen Geschäft unverändert groß.

Für die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" steht die Ampel bei der STADA Arzneimittel-Aktie weiter auf Gelb. (Ausgabe 83 vom 31.05.2012) (01.06.2012/ac/a/d)

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