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Analysen - Ausland
10.10.2002
Fortis neu gewichten
Zürcher Kantonalbank

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Die Analysten der Zürcher Kantonalbank wechseln die Aktien von Fortis (WKN 982570) aus ihrem Modellportfolio Aktien Europa aus.

Fortis müsse infolge der schlechten Börsenlage im dritten Quartal weitere deutliche Wertberichtigungen auf den Aktienanlagen vornehmen. Zu den EUR 900 Mio. für das erste Semester würden nun nochmals EUR 1.2 Mrd. hinzukommen. Da dieser Buchverlust voraussichtlich erfolgswirksam erfasst werde, sei für 2002 mit einem tiefen Gewinn zu rechnen. Die schlechte Börse zehre auch an der Substanz. Nach der Vernichtung sämtlicher Bewertungsreserven auf den Aktienanlagen betrage die Sicherheitsmarge auf das geforderte minimale Eigenkapital zwar immer noch 60%. Da aber aus Ratingüberlegungen traditionell ein Überschuss von mindestens 75% angestrebt werde, dürften auch bei Fortis Massnahmen zur Kapitalverbesserung ergriffen werden.

Für den Moment sei dabei vor allem von einer drastischen Dividendenkürzung auszugehen und nicht von einer Kapitalerhöhung. Die Gewinnerwartungen für die kommenden Perioden müssten aufgrund der derzeit schwierigen Kapitalmarktverhältnisse aber trotzdem reduziert werden. Die Fortis-Aktie sei deshalb neu deutlich höher bewertet als die europäische Vergleichsgruppe. Das KGV 2003 betrage derzeit 13.2x (Durchschnitt: 9.1x); das KBV 2003 liege bei 1.6x (1.2x).

Die Analysten der Zürcher Kantonalbank empfehlen deshalb, die Fortis-Aktie neu wie im Index zu gewichten. Um die Exponiertheit gegenüber den Finanzwerten abzubauen, wechseln sie Fortis in ihrem Modellportfolio Aktien Europa zudem gegen GlaxoSmithKline aus.


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