|
Analysen - Nebenwerte
|
23.05.2012
Sixt-Aktie: Konzern kann Gewinnrückgang verschmerzen…
Die Börsenblogger
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Ludwigsburg (www.aktiencheck.de) - Christoph Scherbaum von "Die Börsenblogger" rät Anlegern, die denken, mit der Sixt-Aktie (ISIN DE0007231326/ WKN 723132) in nächster Zeit in Asien die Rendite machen zu können, das Papier zu kaufen.
Wenn man die Erwartungen herunterschraube, dann tue auch ein Gewinnrückgang wie gerade beim größten deutschen Autovermieter Sixt gesehen nicht so sehr weh. Hinzu komme, dass das Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 einen Rekordgewinn habe verbuchen können, womit eine Wiederholung dieses Ergebnisses umso schwieriger gewesen sei.
Die Sixt-Aktionäre seien bereits auf der Hauptversammlung im März vorgewarnt worden. Aufgrund eines geringeren Wachstums, negativer Erwartungen infolge der Eurokrise und erhöhter Kosten beim Ausbau des Geschäfts in den USA habe Firmenchef Erich Sixt bereits frühzeitig ein eher skeptisches Bild gezeichnet.
So habe sich die Aktie, trotz eines ausgewiesenen Gewinnrückgangs, auf die Veröffentlichung der Zahlen hin zu einem der großen Gewinner im SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) aufschwingen können. Insgesamt habe der Sixt-Konzern zwischen Januar und März 2012 einen Umsatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent auf 380,8 Mio. Euro verbuchen können. Beim Quartalsüberschuss sei es dagegen um etwa 20 Prozent auf 17,9 Mio. nach unten gegangen.
Trotz des Gewinnrückgangs im ersten Quartal sei Erich Sixt bei der Einschätzung geblieben, dass das Unternehmen auch 2012 gut verdienen sollte, wobei der Rekordgewinn aus dem Vorjahr "nur schwer erreichbar sein wird".
Hierbei sollte man vor allem darauf achten, wie erfolgreich Sixt seine Expansion außerhalb des europäischen Heimatmarktes vorantreiben könne. Aufgrund der Nachfrageschwächen, die sich durch die europäische Staatsschuldenkrise ergeben hätten, sei man bemüht, neue Märkte zu erobern, um sich vor den Problemen in Europa unabhängiger zu machen.
Das Hauptaugenmerk liege hierbei auf der Expansion auf dem US-Markt, dem größten Vermieter-Markt der Welt. Allerdings möchte Sixt zukünftig auch nach Asien. Hier habe man bereits den Anfang in Thailand gemacht, einem der wichtigsten Touristenmärkte Südostasiens. Angesichts dieser Wachstumsaussichten dürfte die Aktie von Sixt mit einem 2012er-KGV von 8 sicherlich nicht zu teuer sein. Noch ein Blick auf die Charttechnik: GD200, GD100 und Bollinger Bänder seien derzeit nicht so prickelnd - immerhin das Momentum zeige grünes Licht.
Wer also denkt, mit der Sixt-Aktie demnächst in Asien die Rendite machen zu können - dann kaufen, so Christoph Scherbaum von "Die Börsenblogger". (Analyse vom 22.05.2012) (23.05.2012/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|