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Analysen - Ausland
08.10.2002
HSBC "sell"
Merrill Lynch

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Die Wertpapierspezialisten von Merrill Lynch raten auch weiterhin dazu, die Aktie von HSBC (WKN 923893), einem Bankhaus aus Hong Kong, zu verkaufen.

HSBC habe seine Absicht angekündigt, einen 10%igen Anteil am chinesischen Versicherungskonzern Ping An zu einem Preis von 600 Mio. USD zu erwerben. Abgesehen davon werde das Bankhaus einen Kooperationsvertrag mit Ping An unterzeichnen und dem Versicherungskonzern technische Unterstützung und Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Ping An sei Chinas zweitgrößter Versicherungskonzern mit einem Marktanteil von 28,7% und einem Prämienaufkommen von 4,8 Mrd. USD im Geschäftsjahr 2001. Unter den globalen Versicherungsmärkten sei der chinesische einer derjenigen mit dem schnellsten Wachstum.

Mit dem Anteil an Ping An sollte es HSBC gelingen, Erfahrungen auf dem für ausländische Investoren nur begrenzt zugänglichen Versicherungsmarkt der Volksrepublik zu sammeln. Allerdings seien die Informationen über Ping An so lückenhaft, dass es kaum möglich sei, die finanzielle Situation des Versicherungskonzerns genau zu bestimmen. Außerdem sei die 10%ige Übernahme nach Ansicht der Experten bereits in den gegenwärtigen Kurs der HSBC Aktie eingepreist, da die Verhandlungen mit Ping An vorher öffentlich bekannt gewesen seien. Das EPS von HSBC werde in den Geschäftsjahren 2002 und 2003 weiterhin auf 0,66 bzw. 0,69 USD geschätzt.

Vor diesem Hintergrund halten die Börsenexperten von Merrill Lynch an ihrer Empfehlung fest, die durchschnittlich volatile Aktie von HSBC zu verkaufen.


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