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Analysen - Ausland
15.05.2012
Nestlé-Aktie: let's go Emerging Markets
Die Börsenblogger

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Ludwigsburg (www.aktiencheck.de) - Wie Christoph Scherbaum von "Die Börsenblogger" berichtet, sind Anleger, die die Aktie von Nestlé (ISIN CH0038863350/ WKN A0Q4DC) im Depot haben, langfristig auf der richtigen Seite.

Beim größten Nahrungsmittelhersteller der Welt habe sich zuletzt ganz deutlich gezeigt, dass die zukünftigen Gewinne verstärkt in den so genannten Emerging Markets zu holen seien. Während die Schweizer zuletzt vor allem in Asien, Ozeanien und Afrika steigende Erlöse zu verbuchen gehabt hätten, habe das Wachstum in Europa im Vergleich dazu deutlich geschwächelt.

Somit heiße es auch für Nestlé, die zukünftigen Gewinne abzusichern und seine Präsenz in den Emerging Markets noch weiter auszubauen. Dazu hätten die Schweizer noch einmal ordentlich Geld in die Hände genommen, um die Babynahrungssparte des US-Pharmariesen Pfizer (ISIN US7170811035/ WKN 852009) zu übernehmen.

Der Deal habe insgesamt ein Volumen von etwa 11,9 Mrd. US-Dollar und solle ca. 2 Mrd. US-Dollar zum Nestlé-Gesamtumsatz beitragen. Viel wichtiger sei allerdings die Tatsache, dass dieser Sektor etwa 85 Prozent seines Umsatzes in wachstumsstarken Ländern wie China oder Mexiko generiere. Die Säuglingssparte von Nestlé hätte dann ein Gesamtvolumen von etwa 7 Mrd. US-Dollar.

Besonders für den größten Lebensmittelkonzern der Welt sei es sehr wichtig, in den Schwellenländern an vorderster Absatzfront vertreten zu sein. In der Vergangenheit habe es sich schon gezeigt, dass aufstrebende Wirtschaftsnationen dazu tendieren würden, den Ernährungsstil entwickelter Nationen zu übernehmen.

Am Ende habe sich Nestlé allerdings bei Kaufpreis noch einmal kräftig bewegen müssen, denn es habe gegolten, den französischen Konkurrenten Danone (ISIN FR0000120644/ WKN 851194) auszuschalten, der ebenfalls mitgeboten habe.

Doch wenn man sich die Geschäftsergebnisse von Nestlé für das erste Quartal des Jahres anschaue, sollte sich Nestlé diesen lukrativen Sektor leisten können. Insgesamt habe Nestlé im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzwachstum von 5,6 Prozent auf 21,39 Mrd. Schweizer Franken verbuchen können. Erneut habe das Unternehmen wie viele andere Schweizer Unternehmen allerdings mit einem starken Franken fertig werden müssen.

Ein Blick auf die Daten der Aktie: Bollinger Bänder, GD100 und GD200 alle im grünen Bereich, ein KGV von knapp 16 und eine Dividendenrendite von 4,71% - was wolle man mehr? Vielleicht einen schwächeren Franken - dann wäre der Gewinn des Konzerns noch besser.

Doch wer die Nestlé-Aktie im Depot hat, der ist auf Jahre gesehen wohl auf der richtigen Seite, so Christoph Scherbaum von "Die Börsenblogger". (Analyse vom 15.05.2012) (15.05.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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