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15.05.2012
Merck KGaA-Aktie: Gewinn im ersten Quartal halbiert, Erlöse leicht gestiegen
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Darmstadt (www.aktiencheck.de) - Die Merck KGaA (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) teilte am Dienstag mit, dass ihr Gewinn im ersten Quartal trotz gestiegener Gesamterlöse deutlich zurückgegangen ist. Auch das EBITDA vor Sondereinflüssen zeigte sich rückläufig. Indes wurde die Prognose für das Jahr 2012 auf Gruppen- und Spartenebene präzisiert.
Wie aus der Pressemitteilung des Pharmakonzerns hervorgeht, erhöhten sich die Gesamterlöse der Merck-Gruppe im ersten Quartal 2012 um 3,2 Prozent auf 2,65 Mrd. Euro. Die Umsatzerlöse der Gruppe stiegen im Berichtsquartal um 3,5 Prozent auf 2,56 Mrd. Euro. Zu dieser Steigerung trugen das organische Umsatzwachstum 1,2 Prozent, positive Währungseffekte 1,7 Prozent und Akquisitionen/Veräußerungen 0,6 Prozent bei. Im Berichtsquartal wurde das organische Umsatzwachstum der Gruppe ausschließlich von den Sparten Merck Serono und Merck Millipore getragen.
Das Operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich von 530 Mio. Euro auf 311 Mio. Euro. Hauptgründe hierfür waren der Rückgang des operativen Geschäfts und der im ersten Quartal 2011 gebuchte einmalige Gewinn in Höhe von 157 Mio. Euro aus der Veräußerung des Crop-Bioscience-Geschäfts. Das EBITDA vor Sondereinflüssen fiel im Berichtsquartal auf 675 Mio. Euro bzw. 26,3 Prozent der Umsatzerlöse. Im Vorjahresquartal hatte es 737 Mio. Euro bzw. 29,7 Prozent der Umsatzerlöse betragen. Sondereinflüsse in Höhe von 30 Mio. Euro, die als sonstige betriebliche Aufwendungen gebucht wurden, waren im ersten Quartal 2012 nicht im EBITDA vor Sondereinflüssen der Gruppe enthalten.
Das Ergebnis vor Steuern der Merck-Gruppe lag im Berichtsquartal mit 246 Mio. Euro um 47 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Das Ergebnis nach Steuern sank von 344 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 177 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter sank im ersten Quartal um 49 Prozent auf 174 Mio. Euro. Aufgrund des bereits erwähnten schwächeren operativen Geschäfts fiel das EPS vor Sondereinflüssen (Ergebnis je Aktie, bereinigt um die Auswirkungen nach Ertragsteuern der Sondereinflüsse und Abschreibungen auf erworbene immaterielle Vermögenswerte) im Berichtszeitraum mit 1,67 Euro niedriger aus als im Vorjahresquartal (1,91 Euro).
Nach ihrem ersten Ausblick auf die in 2012 zu erwartende Geschäftslage vom März gibt die Geschäftsleitung jetzt eine genauere Prognose für das Gesamtjahr 2012 ab. Demnach rechnet der Konzern mit Gesamterlösen von rund 10,5 Mrd. Euro sowie einem EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 2,8 und 2,9 Mrd. Euro.
Die Aktie von Merck KGaA gibt zurzeit 0,97 Prozent auf 77,84 Euro ab. (15.05.2012/ac/n/d)
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