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Analysen - Ausland
18.11.1999
Repsol doch aussichtsreich
Wirtschaftswoche heute

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Die Analysten des Börseninformationsdienstes „Wirtschaftswoche heute“ nehmen die Akquisitionspläne von Repsol SA (WKN: 876845, REP) genauer unter die Lupe.

Der Minerölkonzern würde nur allzu gerne Spaniens zweitgrößten Stromhersteller Iberdrola kaufen. Diese Pläne stießen jedoch bei Repsol-Mehrheitsaktionär La Caixa auf Widerstand, bemerken die Experten. Auch Endesa (WKN: 871028), Nummer Eins in der spanischen Versorgungsbranche, habe sich von solchen Überlegungen nicht begeistert gezeigt.

Aus fundamentaler Sicht würden sich aus einem Zusammengehen von Repsol und Iberdrola kaum Vorteile ergeben, betont man. Aufgrund der unterschiedlichen Betätigungsfelder zeichneten sich so gut wie keine Synergieeffekte ab. Am liebsten würde Repsol die Gesellschaft Gas Natural ebenfalls vollständig übernehmen. Bisher werde an dem Unternehmen eine 45%ige Beteiligung gehalten.
Selbst das Management von Iberdrola sei von dem Vorstoß nicht gerade begeistert und würde lieber die Kooperation mit dem portugiesischen Stromkonzern intensivieren.

Für Analysten in Spanien sei das Vorhaben von Repsol unverständlich, da die übernommene argentinische Ölfirma YPF längst noch nicht integriert worden sei.

Die Repsol-Anteilseigner könnten jedoch von den Fusionsideen profitieren, glauben die Experten der Wirtschaftswoche heute. Grund sei die Erwägung Endesas, zehn Prozent der Aktien über die Börse zu erwerben.



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