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Analysen - Nebenwerte
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10.05.2012
H&R-Aktie: Rohstoffpreise belasten das Ergebnis im 1. Quartal
Bankhaus Lampe
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www.optionsscheinecheck.de
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Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Heiko Feber, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Aktie von H&R (ISIN DE0007757007/ WKN 775700) weiterhin mit dem Rating "kaufen".
H&R werde am 14. Mai die Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2012 veröffentlichen. Bereits bei Vorlage der Geschäftszahlen 2011 habe H&R darauf hingewiesen, dass die Nachfrage robust sei, jedoch angesichts des Anstiegs der Rohölpreise bei zugleich relativ niedrigen Grundölpreisen mit einem Margendruck gerechnet werden müsse.
In Euro habe sich der Preis für Rohöl der Sorte Brent im 1. Quartal um etwa 10% gegenüber dem Vorquartal verteuert. Dies wirke sich negativ auf die Einstandspreise aus, da diese stark (ca. 97%) mit dem Ölpreis korrelieren würden. Zugleich sei der Preis für Grundöl N 150 um etwa 6% gesunken. Die Analysten würden daher davon ausgehen, dass sich die EBITDA-Marge temporär deutlich auf nur noch 4,4% reduziert habe. Unter dem Strich würden die Analysten einen Nettogewinn von lediglich 0,10 EUR je Aktie erwarten.
Seit dem Ende des 1. Quartals habe sich der Preis für Grundöl deutlich erhöht, während der Ölpreis zuletzt wieder gefallen sei. Damit sollte sich der Spread zwischen Grundöl- und Rohölpreis deutlich zugunsten von H&R gewandelt haben. Dies dürfte nach Erachten der Analysten dazu führen, dass H&R sukzessive Preiserhöhungen durchsetzen könne, was sich positiv in der Marge in Q2 widerspiegeln sollte.
Nach Erachten der Analysten seien das schwierige Umfeld in Q1 und die zu erwartenden schwachen Q1-Zahlen im Kurs bereits mehr als hinreichend verarbeitet worden, nicht jedoch die jüngste Verbesserung beim Spread zwischen Grundöl- und Rohölpreis.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen daher ihre Kaufempfehlung mit einem unveränderten Kursziel von 17,00 EUR für die Aktie von H&R. (Analyse vom 10.05.2012) (10.05.2012/ac/a/nw)
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