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News - DAX 100
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03.05.2012
GAGFAH-Aktie: Medienbericht über Notverkauf von 38.000 Wohnungen
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Luxemburg (www.aktiencheck.de) - Der Immobilienkonzern GAGFAH S.A. (ISIN LU0269583422/ WKN A0LBDT) will sich einem Medienbericht zufolge von rund einem Drittel seines Immobilienbestands trennen.
Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Mittwoch) hat der Immobilienkonzern, der dem US-Finanzinvestor Fortress gehört, die Investmentbank Leonardo damit beauftragt, einen Käufer für rund 38.000 Wohnungen zu finden. Die Einheiten gehören ihrer Tochter Woba Dresden und stehen mit knapp 1,8 Mrd. Euro in den Büchern der GAGFAH, die finanziell angeschlagen ist. Als Grund wurden finanzielle Engpässe genannt. Insgesamt muss der Konzern seinen Hausbanken allein nächstes Jahr 3,2 Mrd. Euro zurückzahlen. Obwohl die Verhandlungen mit den Kreditinstituten schon seit Monaten laufen, konnte die Gesellschaft bislang keine konkreten Fortschritte vermelden. Auch das operative Geschäft läuft schlecht: Die GAGFAH vermietet günstige Wohnungen in großen Wohnblöcken. Lange wurde nichts in die Bestände investiert, die Dividende floss direkt an Fortress.
Der hohe Verkaufsdruck ist Insidern zufolge auch der Grund, weshalb die GAGFAH die Wohnungen jetzt unter Buchwert verkaufen muss. Insider gehen von 1,5 bis 1,7 Mrd. Euro aus. Ein GAGFAH-Sprecher sagte gegenüber der "FTD": "Wir prüfen kontinuierlich alle Optionen. Dresden hat ein attraktives, gut gemanagtes Portfolio." Leonardo äußerte sich nicht.
Die Aktie von GAGFAH notiert derzeit mit einem Minus von 0,85 Prozent bei 7,01 Euro. (03.05.2012/ac/n/d)
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