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Analysen - Nebenwerte
25.04.2012
LUDWIG BECK-Aktie: deutlich überdurchschnittliches Wachstum in Q1/2012
GBC AG

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Augsburg (www.aktiencheck.de) - Felix Gode und Philipp Leipold, Analysten der GBC AG, stufen die Aktie von LUDWIG BECK (ISIN DE0005199905/ WKN 519990) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.

Der deutsche Textileinzelhandel habe in Q1/2012 ein gemischtes Bild gezeigt. Nach einem moderaten Plus von 1,0% im Januar, sei der Februar sehr schwach ausgefallen. Ein wesentlicher Faktor dafür seien die äußerst kalten Temperaturen gewesen, die über fast den gesamten Monat angedauert hätten. Dabei habe zwar eine verstärkte Nachfrage nach Winterware beobachtet werden können, jedoch hätten diese oftmals mit deutlichen Rabatten verkauft werden müssen, nachdem das Q4/2011 durch sehr warme Temperaturen geprägt gewesen sei.

Der März habe sich demgegenüber überraschend stark, mit einem Zuwachs um 9% gegenüber dem Vorjahresmonat gezeigt. Hierbei habe sich neben den frühlingshaften Temperaturen auch die Tatsache bemerkbar gemacht, dass der März 2012 einen Freitag und einen Samstag mehr aufgewiesen habe, als im Vorjahr.

Insgesamt sei in Q1/2012 damit ein Umsatzplus im deutschen Textileinzelhandel in Höhe von 1% erreicht worden. Gegenüber dem Vorjahr sei dies zumindest eine kleine Verbesserung, da das Q1/2011 nur mit pari abgeschlossen worden sei. Die Aussichten auf das laufende GJ/2012 seien damit unverändert als gut einzuschätzen.

Das gute Marktumfeld habe sich auch bei der LUDWIG BECK AG bemerkbar gemacht. Nachdem das Unternehmen bereits nach den ersten beiden Monaten des Jahres 2012, trotz der in diesem Zeitraum schwierigen Marktverhältnisse, jeweils deutliche Umsatzsteigerungen im mittleren einstelligen Prozentbereich habe erzielen können, habe die LUDWIG BECK AG auch im März profitiert. Auf das gesamte Q1/2012 bezogen, hätten die Umsatzerlöse um 3,9% auf 22,9 Mio. EUR zugelegt.

Dabei sei zu beachten, dass im Q1 des Vorjahreszeitraums noch der Umsatzanteil der inzwischen geschlossenen Filiale in Augsburg enthalten gewesen sei. Bereinigt um diesen Effekt betrage der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr sogar 7,8%, was die hohe Dynamik, die insbesondere im Monat März zu beobachten gewesen sei, nochmals verdeutliche. Bereinigt und unbereinigt hätten die Zuwächse bei den Umsatzerlösen erneut klar über den Marktzahlen gelegen.

Da die Analysten nicht von einem rapiden Abbruch der Konsumdynamik ausgehen würden, seien sie vor diesem Hintergrund auch für den weiteren Jahresverlauf optimistisch und würden weiterhin davon ausgehen, dass ihre Umsatzprognose in Höhe von 106,4 Mio. EUR für das GJ/2012 gut erreicht werden könne.

Ergebnisseitig könne die LUDWIG BECK AG ebenfalls auf ein starkes Q1/2012 zurückblicken. So habe das Unternehmen in den ersten drei Monaten 2012 ein EBIT in Höhe von 1,8 Mio. EUR erzielt, korrespondierend mit einer EBIT-Marge von 9,4%.

Angesichts der Tatsache, dass das Vorjahresquartal durch Sonderaufwendungen im Rahmen des 150-jährigen Firmenjubiläums belastet gewesen sei, seien die Analysten davon ausgegangen, dass eine deutliche Steigerung erzielt werden würde. Jedoch habe die Höhe des Anstiegs die Erwartungen der Analysten klar übertroffen, sodass selbst im Vergleich mit dem um Einmaleffekte bereinigten Vorjahresergebnis eine deutliche Steigerung um 0,3 Mio. EUR beim EBIT festzustellen sei.

Ein Grund für diesen überproportionalen Anstieg des Ergebnisses dürften dabei, neben Skaleneffekten im Zuge der Umsatzausweitung, auch entfallene Verluste der geschlossenen Filiale Augsburg sein. Die Analysten würden davon ausgehen, dass sich dieser Effekt auf mindestens 0,1 Mio. EUR belaufe.

Aufgrund einer gleichzeitig weiteren Reduktion des Finanzergebnisses um 0,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr sei der Anstieg des Nettoergebnisses von 0,1 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR noch deutlicher ausgefallen und habe einen neuen Rekordwert in der Unternehmenshistorie markiert.

Ihre Ergebnisschätzungen für das GJ/2012 würden die Analysten vor dem Hintergrund der starken Resultate in Q1/2012 ebenfalls unverändert belassen und würden weiterhin davon ausgehen, dass sich das EBIT gegenüber dem GJ/2011 um 5,0% auf 13,5 Mio. EUR verbessern werde. Die EBIT-Marge würden die Analysten dann bei 15,1% erwarten. Auch die Prognosen für 2013 würden sie mit weiteren moderaten Margensteigerungen beibehalten.

In Q1/2012 seien die vollen Effekte der in den vergangenen beiden Jahren erfolgten Filialschließungen deutlich geworden, begleitet von einer überproportional zum Gesamtmarkt verlaufenden Umsatzentwicklung, welche hohe Skaleneffekte hervorgerufen habe.

Auf Basis der bestätigten Schätzungen der Analysten errechne sich für die Aktie der LUDWIG BECK AG ein 2012er KGV in Höhe von lediglich 10,1. Auch die Kennzahl EV/EBITDA indiziere mit einem Wert von 6,8 für 2012 eine moderate Bewertung der Aktie. Angesichts der guten bilanziellen Strukturen und operativen Entwicklung sowie Aussichten, erscheine das derzeitige Bewertungsniveau weiterhin als zu niedrig.

Die Analysten der GBC AG bestätigen daher ihr Kursziel von 26,00 EUR sowie das Rating "kaufen" für die Aktie von LUDWIG BECK. (Analyse vom 24.04.2012) (25.04.2012/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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