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Analysen - Marktberichte
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20.04.2012
ATX pendelt weiterhin richtungs- und lustlos zwischen 2.000 und 2.100
Erste Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Wien (www.aktiencheck.de) - Der ATX (ISIN AT0000999982/ WKN 969191) pendelt weiterhin richtungs- und lustlos zwischen 2.000 und 2.100 Punkten, so die Analysten der Erste Bank.
In dieser Woche habe der österreichische Leitindex bei weiterhin geringen Umsätzen um 2,5% nachgegeben und falle auf 2.036 Punkte. Der aktuelle Fokus liege weiterhin auf den Makrodaten. In dieser Woche seien die Blicke auf Spanien (Refinanzierung) und IWF (bevorstehendes Treffen) gerichtet gewesen. Daneben hätten (wie so oft) US-Konjunkturdaten sowie die bevorstehende Präsidentenwahlen in Frankreich eine Rolle gespielt. Summa summarum hätten aber die entscheidenden Impulse gefehlt, weshalb die meisten Indices leicht nachgegeben hätten.
Aus österreichischer Sicht seien aktuell zwei Werte hervorzuheben, die den aktuellen eher widrigen Umständen trotzen würden. Andritz (ISIN AT0000730007/ WKN 632305) erreiche in dieser Woche ein neues Allzeithoch, was auf die gute Auftragslage und dem anstehenden Aktiensplit zurückzuführen sei. Die Aktie habe mit einem Plus von 4,1% die Performanceliste des ATX angeführt. Ebenfalls stark habe sich die Österreichische Post (ISIN AT0000APOST4/ WKN A0JML5) präsentiert, die mit einem Kurgewinn von 3,4% den höchsten Stand seit rund drei Jahren erreicht habe.
Verlierer der Woche sei der Verbund (ISIN AT0000746409/ WKN 877738) (-6,2%) gewesen, der allerdings auch einen Dividendenabschlag von EUR 0,55 pro Aktie zu verdauen gehabt habe. Die Finanztitel hätten ebenfalls schlecht performt, Erste Group (ISIN AT0000652011/ WKN 909943), RBI (ISIN AT0000606306/ WKN A0D9SU) und VIG (ISIN AT0000908504/ WKN A0ET17) hätten Abschläge zwischen 4% und 6,2% verzeichnet. Der Grund hierfür sei in der immer wieder aufkeimenden Verschuldungsthematik zu sehen.
In der nächsten Woche beginne langsam wieder die Berichtssaison. austriamicrosystems (ISIN AT0000920863/ WKN 632638) lege Zahlen für Q1 vor, OMV (ISIN AT0000743059/ WKN 874341) bringe ihr Trading Statement für Q1. STRABAG (ISIN AT000000STR1/ WKN A0M23V) und UNIQA (ISIN AT0000821103/ WKN 928900) würden die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentieren. Es sei allerdings nicht davon auszugehen, dass die anstehenden Unternehmenszahlen aktuell eine große Rolle spielen würden. Der Blick sei nach wie vor auf Makrodaten gerichtet. Die Unsicherheit sei zwar momentan wieder verstärkt spürbar, allerdings seien die Argumente pro Aktien weiterhin sehr stark (auch aus Ermangelung attraktiver alternativer Anlageformen). Den ATX würden die Analysten auch in der kommenden Woche zwischen 2.000 und 2.100 Punkten pendeln sehen. (20.04.2012/ac/a/m)
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