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Analysen - Marktberichte
20.04.2012
Globale Aktienmärkte uneinheitlich
Erste Bank

www.optionsscheinecheck.de

Wien (www.aktiencheck.de) - Die Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten war diese Woche uneinheitlich, so die Analysten der Erste Bank.

Die meisten asiatischen Aktienindices hätten im Plus geschlossen. Seit mehreren Wochen könne man hier beobachten, dass auf eine positive Wochenentwicklung eine negative folge und umgekehrt. Nur der KOSPI (ISIN KRD020020016/ WKN A0G9AA) habe mit einem Minus von 1,6% schwächer notiert. Der STOXX 600 (ISIN EU0009658202/ WKN 965820) habe diese Woche leicht schwächer (-0,3%) geschlossen. Der spanische Index IBEX 35 (ISIN ES0SI0000005/ WKN 969223) habe stark korrigiert (-8,1%) und seit Jahresbeginn 19% verloren. Unter den europäischen Indices hätten der SMI (ISIN CH0009980894/ WKN 969000) und der FTSE 100 (ISIN GB0001383545/ WKN 969378) positives Terrain erreicht.

Etwas schwächer hätten die US-Indices notiert. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) sei um 1,6% gefallen, der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) um 0,8% und der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) habe sich um 0,2% abgeschwächt.

Der Goldpreis sei um 2% gefallen, Kupfer um 2,1%, Silber sei unverändert geblieben. Die Energiepreise seien leicht zurückgegangen. Der Preis für die Sorte Brent sei um 1,8% auf USD 118,8/Barrel gefallen, die Ölsorte WTI habe sich um 1,2% auf USD 102,40 ermäßigt.

Der deutsche ifo-Index sei überraschenderweise nicht gefallen, sondern im April auf ein Neunmonatshoch gestiegen. Der Dollarindex bleibe stabil und signalisiere die weiterhin vorhandene Bereitschaft der Investoren außerhalb des Dollar-Raums Risiken einzugehen. Die Volatilitätsindices VIX und VDAX (ISIN DE000A0DMX99/ WKN A0DMX9) seien noch auf relativ niedrigen Niveaus.

Die Entwicklung der Aktienindices sei weltweit sehr unterschiedlich. Das Gesamtsystem "globale Aktienmärkte" bleibe heterogen, was eine wichtige Voraussetzung für Stabilität sei. Anleger seien dadurch in der Lage, Erträge zu diversifizieren und würden immer wieder attraktive Investmentmöglichkeiten finden.

Die großen US-Konzerne seien zumeist in einer sehr guten Verfassung. Die Mehrzahl der Aktien dieser Firmen befinde sich in Aufwärtstrends. Der Ölpreis sei zuletzt wieder leicht gesunken.

Die Renditen italienischer und spanischer Staatsanleihen seien im Aufwärtstrend. Die Finanzaktien der Eurozone würden sich schwach entwickeln. Der EURO STOXX Banken Index (ISIN EU0009658426/ WKN 965842) sei in der Nähe seiner Unterstützungslinie und weise einen fallenden Trend auf. Die hohe Gewichtung der Finanztitel in den breiten europäischen Indices belaste deren Performance.

Der größte Belastungsfaktor für die Aktienmärkte seien derzeit die von den Schuldenproblemen Spaniens und Italiens ausgehenden Unsicherheiten. Man erwarte eine klare Outperformance von Aktien aus Deutschland und UK versus dem breiten Gesamtmarkt. (20.04.2012/ac/a/m)



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