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Analysen - Ausland
20.04.2012
Repsol-Aktie: Streit über die Verstaatlichung der argentinischen Tochter YPF
Landesbank Berlin

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Berlin (www.aktiencheck.de) - Die Analysten der Landesbank Berlin stufen die Repsol-Aktie (ISIN ES0173516115/ WKN 8768445) weiterhin mit dem Votum "kaufen" ein.

Die argentinische Regierung habe die Verstaatlichung der 57%igen Repsol-Tochter YPF angekündigt und dies mit der großen Bedeutung der Energieversorgung begründet. Repsol habe daraufhin eine entsprechende Entschädigungsforderung angedroht. Während der Marktwert von YPF bei etwa USD 10 Mrd. liege, habe Repsol den Wert auf rund USD 18 Mrd. beziffert. In welcher Höhe Entschädigungszahlungen fließen würden, bleibe vorerst unklar, da ein argentinisches Tribunal einen eigenen Wert für YPF ermitteln solle.

Die von Repsol geforderte Entschädigungssumme wolle Argentinien aber nicht zahlen. YPF steuere etwa ein Viertel des Konzernsgewinns von Repsol bei. Im Hinblick auf den Kursrückgang von knapp ein Drittel gegenüber den Jahreshöchstständen vom Januar sollte selbst ein entschädigungsloser Totalverlust der Argentinien-Tochter bereits weitgehend eskomptiert sein.

Die Analysten der Landesbank Berlin belassen ihre Empfehlung für die Repsol-Aktie bei "kaufen", allerdings mit deutlich reduziertem Kursziel. (Express vom 18.04.2012) (20.04.2012/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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