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Analysen - Marktberichte
13.04.2012
ATX mit Outperformance in verkürzter Handelswoche
Erste Bank

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Wien (www.aktiencheck.de) - Mit einem Plus von 1,4% schnitt der ATX (ISIN AT0000999982/ WKN 969191) in der effektiv nur drei Handelstage umfassenden Nachosterwoche deutlich besser ab als die internationalen Vergleichsmärkte, so die Analysten der Erste Bank.

Technisch gesehen sei es positiv, dass der Unterstützungsbereich um 2.000 Punkte nicht einmal ganz angetestet worden sei und schon ein klarer Rebound eingesetzt habe, allerdings notiere der ATX auch weiter klar unter der (fallenden) 200-Tageslinie. Mit einem baldigen und nachhaltigen Schönwettereinbruch sei somit weder am Wien-Marathonwochenende noch an der Wiener Börse zu rechnen.

Wochengewinner seien neben Zumtobel (ISIN AT0000837307/ WKN A0JLPR) (+4,1%) auch die Finanzwerte (Raiffeisen Bank International (RBI) (ISIN AT0000606306/ WKN A0D9SU): +3,7%, Erste Group (ISIN AT0000652011/ WKN 909943): +3,7%) gewesen. Der Einfluss der Neuigkeiten aus den europäischen Mittelmeerländern (eine halbwegs gut gelaufene italienische Bond-Auktion) bzw. der Aussagen der EZB (Andeutung eines weiteren Anleiheaufkaufprogramms) sei nach wie vor maßgeblich für die Aktienmärkte und speziell für die Bankenwerte. Die Analysten würden die RBI-Aktie weiter auf Kaufniveau sehen - für schwache Nerven sei der Wert aber nicht geeignet.

Positive Neuigkeiten habe es auch von IMMOFINANZ (ISIN AT0000809058/ WKN 911064) gegeben, hier sei die Refinanzierung des Rostokino Shopping Centers erfolgreich abgeschlossen worden. Die Aktie habe im Wochenvergleich um 2,7% zugelegt und bleibe weiter aussichtsreich.

Weniger Perspektiven würden die Analysten hingegen bei STRABAG (ISIN AT000000STR1/ WKN A0M23V) sehen, die sie in dieser Woche auf "reduzieren" zurückgestuft hätten. Die Outperformance sowohl zum Sektor als auch zum ATX in den letzten Monaten sei doch beträchtlich gewesen (zum Teil sicher auf den Aktienrückkauf zurückzuführen), sodass die Analysten spätestens jetzt die Position glattstellen und in aussichtsreichere Werte umschichten würden.

Die Analysten der Erste Bank erwarten vorerst (noch) keine nachhaltige Trendwende zum besseren. Die Zick-Zack-Bewegung dürfte noch einige Zeit anhalten. Auf der Unterseite sollten die 2.000 Punkte halten, auf der Oberseite sei derzeit die 200-Tageslinie das Maß aller Dinge. Auch die startende Dividendensaison dürfte den (Kursindex) ATX in den nächsten Wochen etwas belasten. Wesentliche Unternehmenstermine gebe es in der nächsten Woche in Wien keine. (13.04.2012/ac/a/m)



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