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News - Nebenwerte
10.04.2012
Presse: Praktiker- Chef will Osteuropa-Geschäft nicht veräußern
aktiencheck.de

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Kirkel (www.aktiencheck.de) - Thomas Fox, Sanierer und seit Oktober Chef der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG (ISIN DE000A0F6MD5/ WKN A0F6MD), stemmt sich gegen den Verkauf des Osteuropa-Geschäfts der angeschlagenen Baumarktkette - und damit gegen die Forderung der beiden größten Praktiker-Aktionäre.

"Wir haben ja angekündigt, dass wir das Portfolio überprüfen. Nur wir müssen auch die Machbarkeit vor die Wünschbarkeit stellen", sagt Fox im Interview mit dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). In Ländern wie Griechenland, Rumänien, Ungarn und Polen seien die makroökonomischen Bedingungen gerade extrem schwierig. "Insofern dürfte es schwierig sein, zum jetzigen Zeitpunkt jemanden zu finden, der dort investieren möchte." Ein Teil der Probleme gehe aber auch auf Fehler des Managements zurück. Und Managementprobleme könne man nicht verkaufen, man müsse sie lösen.

Auf die Frage, wie sehr die Unstimmigkeiten mit der österreichischen Privatbank Semper Constantia (5 Prozent) - genauer gesagt deren Fondsmanagerin Isabella de Krassny - und dem mit ihr verbündeten zypriotischen Investmentvehikel Maseltov (10 Prozent) Unruhe stiften würden, erklärt Fox: "Alle Beteiligten müssen sich darüber im Klaren sein, dass öffentliche Äußerungen einen direkten Effekt auf die Situation von Praktiker haben."

Zum Zustand von Praktiker sagt Fox, das erste Quartal mache Mut. In Deutschland nehme der Umsatz wieder zu, Praktiker habe mehr Liquidität als ursprünglich erwartet. "In zwei Jahren soll die Rendite vor Steuern dann bei 1 bis 2 Prozent liegen. Wir wollen sanieren, nicht siechen."

Die Aktie von Praktiker notiert derzeit mit einem Minus von 0,82 Prozent bei 1,68 Euro. (10.04.2012/ac/n/nw)


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