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Analysen - Nebenwerte
03.04.2012
Jungheinrich-Aktie: Ergebnisse in 2011 erreichen neue Höchstwerte
Montega AG

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Hamburg (www.aktiencheck.de) - Thomas Rau, Analyst der Montega AG, stuft die Vorzugsaktie von Jungheinrich (ISIN DE0006219934/ WKN 621993) weiterhin mit "kaufen" ein.

Die Jungheinrich AG habe Ende letzter Woche im Rahmen der Bilanzpressekonferenz die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 veröffentlicht und einen Ausblick für 2012 gegeben. Darüber hinaus sei auf der im Anschluss stattgefundenen Analystenkonferenz über die Entwicklung in den ersten beiden Monaten berichtet sowie die Wachstumspläne des Unternehmens in den kommenden Jahren vorgestellt worden. Insgesamt gesehen seien die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr leicht besser ausgefallen als erwartet. Der Ausblick des Unternehmens sei - trotz eines guten Jahresauftakts - wiederum sehr konservativ ausgefallen.

Während der Umsatz mit 2.116 Mio. Euro (+16,5% y-o-y) noch knapp unterhalb des alten Peak-Niveaus vor der Krise gelegen habe, sei das operative Ergebnis auf 145,8 Mio. Euro (+49%) gestiegen und habe damit einen neuen Rekordwert erreicht. Dies sei insbesondere auf die sehr gute Auslastung in den Produktionswerken, aber auch auf einen vorteilhaften Produktmix (anhaltender Trend hin zu größeren Fahrzeugen mit höherer Wertschöpfung sowie überproportionales Wachstums im margenstarken After-Sales Service-Geschäft) und eine deutlich verbesserte Kostenstruktur (nach den in den beiden Vorjahren umgesetzten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen) zurückzuführen.

Das Nettoergebnis sei trotz einer im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Steuerquote auf 105,5 Mio. Euro (+28%) gestiegen und habe damit erstmals die 100 Mio. Euro Grenze durchbrochen. Das Unternehmen plane, eine Dividende von 0,76 Euro je Anteilsschein auszuschütten, was einer Ausschüttungsquote von 25% entspreche.

Das Management gehe für 2012 aufgrund einer erwarteten Stagnation der Nachfrage für Flurförderzeuge im Kernmarkt Europa (93% vom Umsatz) nur von einem Auftragseingang in Höhe von 2,0 bis 2,1 Mrd. Euro und damit von einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr aus (rund 2,2 Mrd. Euro). Gleichzeitig rechne das Unternehmen aufgrund des zu Jahresbeginn vorhandenen, soliden Auftragsbestands sowie der soliden Entwicklung in den ersten beiden Monaten mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Dies gelte ebenso für das operative Ergebnis. Die Analysten würden den Ausblick des Unternehmens für konservativ halten.

Die Analysten der Montega AG heben das Kursziel für die Jungheinrich-Vorzugsaktie von 32 Euro auf 35 Euro an und bekräftigen ihre Kaufempfehlung. Basierend auf ihrem Kursziel entspreche dies einem EV/EBIT 2012e von 7,6x bzw. einem KGV 2012e von 11,1x und damit einem Abschlag zum Maschinenbausektor von 10%, welchen sie in Anbetracht der immer noch geringen Liquidität der Aktie und auch im historischen Vergleich als fair erachten würden. (Analyse vom 03.04.2012) (03.04.2012/ac/a/nw)



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