Logo
Analysen - Ausland
30.03.2012
Semperit-Aktie: enttäuschende Dividende
Erste Bank

www.optionsscheinecheck.de

Wien (www.aktiencheck.de) - Für den Analysten der Erste Bank, Christoph Schultes, bleibt die Aktie von Semperit (ISIN AT0000785555/ WKN 870378) nach wie vor attraktiv.

Semperit habe die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert. Der Umsatz habe um knapp 19% auf EUR 820 Mio. erhöht werden können, wobei der wesentliche Teil dieses Anstiegs auf die positiven Preiseffekte aufgrund höherer Rohstoffpreise zurückzuführen gewesen sei. Das operative Ergebnis habe ebenfalls leicht verbessert werden können und zwar um 0,9% auf EUR 83,1 Mio. Eine niedrigere Steuerquote und geringere Minderheitenanteile der Sempermed Division hätten das Nettoergebnis auf EUR 54,1 Mio. ansteigen lassen.

Die auf die aktuell weltweiten Überkapazitäten zurückzuführenden Ergebnisrückgänge in der Sempermed Division hättten durch Gewinnzuwächse in den anderen Divisionen mehr als ausgeglichen werden können. Beeindruckend sei vor allem der Turnaround in der Sempertrans Division gewesen. Auch wenn ein kurzfristiger Ausblick schwierig erscheine, gebe das Unternehmen ein zweistelliges Umsatzwachstum und zumindest stabile Margen als mittelfristiges Ziel an.

Auch die Nettoliquidität in Höhe von EUR 97,9 Mio. könne sich sehen lassen. Umso enttäuschender sei daher die Ankündigung gewesen, die Dividende von EUR 1,25 pro Aktie auf EUR 0,80 kürzen zu wollen. Das Management habe in diesem Zusammenhang auf den verstärkten Wachstumsfokus verwiesen. Trotzdem seien die Analysten der Meinung, dass die rund EUR 9 Mio., die für eine stabile Dividende zusätzlich notwendig gewesen wären, angesichts der vorhandenen Liquidität nicht ins Gewicht gefallen wären. Dieser Schritt lasse nur eine Vermutung zu, nämlich dass eine größere Akquisition bevorstehe.

Der mittelfristige Ausblick gefalle den Analysten, die gekürzte Dividende jedoch nicht. Von einer attraktiven Dividende könne nun nicht mehr die Rede sein. Bis jetzt habe die Aktie sowohl als Wachstums- als auch als Dividendentitel bezeichnet werden können. Letzteres müsse man bei einer Dividendenrendite von rund 2,5% zumindest in diesem Jahr weglassen. Investoren dürften nun gespannt sein, welche Wachstumsschritte in diesem Jahr unternommen würden. Auch wenn die geringere Dividende schmerze, bleibe das Unternehmen für die Analysten nach wie vor attraktiv. Sie würden nun ihre Schätzungen überarbeiten.

Für die Analysten der Erste Bank ist die Semperit-Aktie weiterhin attraktiv. (Analyse vom 30.03.2012) (30.03.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de