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29.03.2012
STADA-Aktie: Ergebnis im abgelaufenen Jahr durch Einmaleffekte belastet
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Bad Vilbel (www.aktiencheck.de) - Die STADA Arzneimittel AG (ISIN DE0007251803/ WKN 725180) präsentierte am Donnerstag die endgültigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr.
Demnach stieg der Konzernumsatz bei unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen nationalen Märkten um 5 Prozent auf 1,72 Mrd. Euro und damit auf einen neuen Spitzenwert in der Unternehmensgeschichte. Unter Berücksichtigung von Umsatzeinflüssen, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio und Währungseffekten basieren, nahm der Konzernumsatz in 2011 um 5 Prozent zu. Der Umsatz des unverändert deutlich größeren Kernsegments Generika wies in 2011 ein Wachstum von 6 Prozent aus.
Die ausgewiesenen Ertragskennzahlen waren in 2011 angesichts hoher belastender einmaliger Sondereffekte - maßgeblich auf Grund von Wertberichtigungen von Forderungen gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen - stark rückläufig, lagen aber operativ, d.h. unter Ausklammerung der einmaligen Sondereffekte, alle über den entsprechend bereinigten Ertragskennzahlen des Vorjahres. Das operative Ergebnis ging im Berichtsjahr um 26 Prozent auf 120,1 Mio. Euro (Vorjahr: 161,8 Mi Euro) zurück. Der Konzerngewinn reduzierte sich um 68 Prozent auf 22,0 Mio. Euro (Vorjahr: 68,4 Mio. Euro). Das EBITDA wies einen Rückgang von 17 Prozent auf 223,2 Mio. Euro auf.
Bereinigt um im Periodenvergleich verzerrende Einflüsse aus einmaligen Sondereffekten und nicht operativ bedingten Effekten aus Zinssicherungsgeschäften (Vorjahr: bereinigt um einmalige Sondereffekte sowie nicht operativ bedingte Effekte aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften) zeigte das bereinigte operative Ergebnis in 2011 ein Plus von 8 Prozent auf 257,6 Mio. Euro (Vorjahr: 239,3 Mio. Euro). Der bereinigte Konzerngewinn verzeichnete einen Anstieg von 10 Prozent auf 146,6 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA nahm um 7 Prozent auf 337,2 Mio. Euro zu.
"Wir sind erfreut über die in einem schwierigen Marktumfeld erzielte Steigerung der operativen Ertragskennzahlen und die kontinuierliche Margen-Expansion. Gleichzeitig konnten wir uns in den letzten Monaten erfolgreich refinanzieren und unser Fälligkeitsprofil glätten. Wir legen großen Wert auf eine ausreichende Liquidität und stabile Finanzstruktur. Die fortschreitende Internationalisierung, unterstützt durch die im ersten Quartal 2012 abgeschlossenen Akquisitionen, kontinuierliche Investitionen in Markenprodukte und Synergien aus unserem Kosteneffizienzprogramm "STADA - build the future" bilden eine solide Basis für die nachhaltige Steigerung unseres operativen Cashflows", so Finanzvorstand Helmut Kraft.
Bereits am 01.03.2012 hatte der Vorstand vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2011 ungeachtet des durch die hohen belastenden einmaligen Sondereffekte rückläufigen ausgewiesenen Konzerngewinns eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 0,37 Euro je Stammaktie auszuschütten.
In dem heute publizierten Geschäftsbericht bestätigt der Vorstand den bereits am 01.03.2012 veröffentlichten positiven Ausblick für die künftige Entwicklung des STADA-Konzerns. Dabei wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung zwar weiterhin durch teilweise stimulierende, aber teilweise auch sehr herausfordernde Rahmenbedingungen in den verschiedenen nationalen Märkten, in denen STADA aktiv ist, geprägt sein. In der Gesamtbewertung der gegenläufigen Einflussfaktoren erwartet der Vorstand aus heutiger Sicht für 2012 jedoch eine weitere klare Steigerung des Konzernumsatzes, insbesondere auch unter Einbezug der aktuellen Akquisitionen, des Kaufs des Markenprodukt-Pakets von Grünenthal für zahlreiche nationale Märkte sowie des Kaufs des Schweizer Generika-Geschäfts der Spirig Healthcare.
Zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive wird STADA die Umsetzung des auf den Zeitraum 2010 bis 2013 ausgelegten konzernweiten Kosteneffizienzprogramms "STADA - build the future" weiter fortsetzen. Dabei werden weiterhin die plangemäß erwarteten projektbezogenen Kosten jeweils als einmalige Sondereffekte gemäß dem Projektfortschritt ausgewiesen werden; dazu zählt auch die im ersten Quartal 2012 angefallene einmalige Belastung aus dem Werksverkauf in Irland.
Trotz dieser ertragsbelastenden einmaligen Sondereffekte aus der weiteren Umsetzung des "STADA - build the future"-Programms erwartet der Vorstand beim ausgewiesenen Konzerngewinn für 2012 eine sehr deutliche Steigerung im Vergleich zu 2011. Auch bei den um einmalige Sondereffekte bereinigten Ertragskennzahlen geht der STADA-Vorstand im Konzern für 2012 von einem weiteren Wachstum aus und sieht dabei für 2012 bei dem um einmalige Sondereffekte bereinigten EBITDA aus heutiger Sicht die Chance für einen Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich. Damit werden in 2012 erneut Rekordergebnisse bei diesen Kennzahlen angestrebt.
Zudem bekräftigt der Vorstand seine für 2014 in Aussicht gestellte Langfristprognose, nach der bei einem Konzernumsatz von ca. 2,15 Mrd. Euro auf bereinigtem Niveau ein EBITDA von ca. 430 Mio. Euro und ein Konzerngewinn von ca. 215 Mio. Euro erreicht werden sollen.
Die Aktie von STADA notiert aktuell mit einem Minus von 0,02 Prozent bei 23,05 Euro. (29.03.2012/ac/n/d)
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