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News - Nebenwerte
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28.03.2012
IVG Immobilien-Aktie: Geschäftsjahreszahlen für 2011
Ad hoc
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www.optionsscheinecheck.de
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Bonn (www.aktiencheck.de) - Die IVG Immobilien AG (ISIN DE0006205701/ WKN 620570) hat das Geschäftsjahr 2011, überwiegend bedingt durch einmalige Wertberichtigungen im auslaufenden Projektentwicklungsgeschäft, mit einem Verlust von 126 Mio. Euro abgeschlossen. Durch den forcierten Ausbau der Erdöl- und Erdgaslagerstätten (Kavernen), der Fortsetzung der erfolgreichen Co-Investmentstrategie im Immobilienbereich sowie neuen, innovativen Fondsprodukten für institutionelle und private Investoren will die IVG spätestens 2013 wieder deutlich zurück in die Gewinnzone kommen. Für 2012 erwartet der Vorstand ein ausgeglichenes Ergebnis. Außerdem soll der Immobilienkonzern durch weitere Engagements im Bereich von Energie-Infrastruktur zu einem integrierten Immobilien- und Infrastrukturinvestor ausgebaut werden.
Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats
Auf der Hauptversammlung am 15. Mai 2012 soll der derzeitige Vorsitzende des Vorstands der Postbank AG, Stefan Jütte, zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats der IVG gewählt werden. Es ist vorgesehen, dass er den Vorsitz des Aufsichtsrats übernimmt. Er folgt damit Detlef Bierbaum nach, der sich aus dem Aufsichtsrat der IVG zurückzieht.
Trotz Verlustjahr operative Erfolge in allen Geschäftsfeldern, begleitet von deutlicher Schuldenreduktion
Der durch Wertberichtigungen für das Großprojekt "THE SQUAIRE" verursachte Konzernverlust darf den Blick auf wesentliche strategische Weichenstellungen und operative Erfolge in 2011, die sich nachhaltig positiv auf zukünftige Ergebnisse auswirken werden, nicht verstellen: Mit dem Erwerb des so genannten "Silberturms" im Frankfurter Bankenviertel im Rahmen eines durch die IVG initiierten und geführten Clubdeals mit acht institutionellen Investoren ist Ende 2011 die Co-Investmentstrategie erfolgreich fortgeführt worden. Mit dem sehr gut angelaufenen Vertrieb des IVG EuroSelect 21 München, an dem die IVG selbst mit 10% langfristig beteiligt bleibt, konnte im Rahmen der strategischen Ausrichtung ein überzeugendes Produkt für Privatanleger platziert werden.
Beim eigenen Immobilienportfolio ist die Fokussierung auf den weniger volatilen deutschen Markt fortgesetzt worden. Bezogen auf den Verkehrswert liegt der Anteil von Immobilien in Deutschland inzwischen bei einem Wert von über 90%. Zudem hat der Anteil an "Workout-Immobilien" im konzerneigenen Immobilienportfolio plangemäß von rund 10% in 2010 auf rund 8% in 2011 abgenommen. Gerade die Bereinigung des Bestandsportfolios von kleinteiligen, nicht in die Portfoliostrategie der IVG passenden Immobilien wird mit Priorität weiter verfolgt.
Auch bei der Finanzierungs- und Risikostruktur konnte IVG in 2011 deutliche Fortschritte verbuchen. Im Oktober 2011 wurde die Prolongation einer Portfolio-Finanzierung in Höhe von 145 Mio. Euro gesichert, nachdem bereits im September 2011 die Projektfinanzierung für das Großprojekt "THE SQUAIRE" mit rund 500 Mio. Euro verlängert werden konnte. Besonders erfreulich waren insbesondere die Prolongationen der so genannten "CORE"-Finanzierung in Höhe von 933 Mio. Euro und der "Syndicated Loan II"-Finanzierung in Höhe von 1.047 Mio. Euro mit geplanten neuen Laufzeiten bis Dezember 2015 bzw. September 2014. Mit diesen Prolongationen sind bis Ende 2013 keine größeren Fälligkeiten von Bankverbindlichkeiten mehr zu erwarten. Zudem wurden bereits in 2011 die Bankverbindlichkeiten um rund 460 Mio. Euro abgebaut.
Positiver Ausblick für Konzernergebnis in den nächsten Jahren
IVG plant, die Finanzschulden in den nächsten zwei Jahren primär durch die Monetarisierung von Vermögenswerten auf ca. 3,5 Mrd. Euro weiter abzubauen und damit den Einfluss des Finanzergebnisses auf das Konzernergebnis zu reduzieren. Dabei soll das Eigenkapital auf eine Quote nahe 30% gebracht werden.
In der Annahme keiner größeren Bewertungseffekte erwartet IVG für 2012 ein ausgeglichenes und für 2013 ein deutlich positives Konzernergebnis. (Ad hoc vom 28.03.2012) (28.03.2012/ac/n/nw)
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