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Analysen - Nebenwerte
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16.11.1999
Escada unter Druck
Wirtschaftswoche heute
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Die Analysten des Börseninformationsdienstes „Wirtschaftswoche heute“ haben die Aktie von Escada (WKN 569 213) kritisch beurteilt.
Das Ausscheiden von Franz Egermann aus dem Finanzvorstand des Damenmode-Herstellers habe einen Kurssturz bei der Aktie ausgelöst. Begründet wurde sein Rückzug damit, daß es keine Übereinstimmung mehr über die künftige Geschäftspolitik der Münchener gebe.
Egermann habe Mitte vergangenen Jahres seinen Dienst angetreten. Bisher hatte er bei dem Computerkonzern Compaq gearbeitet. Ähnlich wie Ex-Wünsche-Vorstand Peter Littmann schwebe Egermann vor, aus Escada einen Life-Style-Konzern zu schmieden.
Vorstandschef Wolfgang Ley wolle von einer Krise bei seiner Gesellschaft jedoch nichts wissen. Vielmehr solle sich Escada auf einem guten Weg befinden und im laufenden Geschäftsjahr das Ergebnis um zehn Prozent steigern. In etwa zwei bis drei Jahren könnte zudem die Anfang 1999 aus der Schneberger-Gruppe entstandene Primera AG an die Börse gebracht werden.
Der ausgeschiedene Egermann habe zu der erfreulichen Entwicklung wesentlich beigetragen, berichten die Analysten. Sein Sanierungskonzept habe schnell gegriffen und zog Escada aus den roten Zahlen. Da die personelle Veränderung Signalwirkung habe, könnte die Aktie noch einige Zeit unter Druck bleiben.
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